Lauti

Au weh, au weh, die Abendschau vom RBB

Abendschaublog: „Brandanschläge nach Hausbesetzung“

Bei ihren Aktionen geht es den linken „Veranstaltern“ darum, der fortschreitenden Yuppisierung ihres Kiezes Einhalt zu gebieten. Ein nachvollziehbares Anliegen. Aber warum sollten ausgerechnet ihre Alternativprojekte Artenschutz erhalten? Andere Leute müssen schließlich auch mit Mieterhöhungen und ähnlichen Veränderungen ihres Wohnumfelds klarkommen (...). Woher nehmen Menschen, die sich als alternativ und links begreifen, die selbstgerechte Überzeugung (…)?

Guten Tag,

die Abendschau fällt vielen Zuschauern ja bereits seit langem aufgrund undifferenzierter Berichterstattung auf (...). Nun gibt es aktuell im Blog einen Beitrag, der dies erneut mustergültig vorführt. Dazu habe ich einige Fragen bezüglich des – verbindlichen – Auftrags des RBB, die ich ähnlich auch schon vor Monaten im Blog selbst gestellt habe, die aber keine Beantwortung erfuhren. Wenn Sie sich also die Mühe machen würden, meinen nachfolgenden Kommentar insbesondere auf diese Fragestellung hin zu lesen (...), würde ich mich sehr freuen.

(...) Die Politik der autonomen Bewegungen hat zwei Arme: Der eine Arm trägt die „Wir bleiben alle“-Kampagne, in der es zum einen um den Bestand und die Ausweitung sog. autonomer Räume geht und zum anderen um die Thematisierung der Verdrängung von Mietern aus innenstadtnahen Wohngegenden, verursacht durch sog. Aufwertungen und Projekte des massiven Stadtumbaus. „Mediaspree“ ist ein Beispiel dafür. Womit wir zum zweiten Arm kämen, nämlich dem des sozusagen bürgernahen Protests: Aus den autonomen Bewegungen heraus wird in Kampagnen wie „Mediaspree versenken“, die u. a. z. B. in einem Bürgerbegehren unterstützt werden, das Thema Verdrängung/Mietsteigerung und u. a. auch die für große Teile der Stadtbevölkerung gesundheitsschädliche Zubetonierung der Spreeufer-Areale mit realpolitischen Instrumenten verknüpft.

Nicht nur ich allein vermisse (...) ebendiese Zusammenhänge (...) und frage nun seit Jahren schon, wie es eigentlich dazu kommt, dass der RBB gar nicht, kaum oder vernachlässigend über diese tatsächlich drängendsten – und noch abänderlichen – Probleme berichtet. Umfassende Berichterstattung ist sein Auftrag, sobald ein Problem wesentliche Teile der Bevölkerung betrifft, oder etwa nicht mehr? Doch bereits zum Thema Privatisierung und zu einigen darauf bezogenen Volksbegehren schwieg man beim RBB unerträglich lang. Solche Begehren, die nachweislich den öffentlichen Mehrheitswillen zum Ausdruck bringen, werden übrigens auch von einem Teil der autonomen Bewegungen getragen. Fehlt es hier an Vorstellungskraft? An Scheuklappen fehlt es zumindest nicht ...; „die“ autonomen Bewegungen und Szenen in schlechtes, in noch schlechteres, gar verherrendes Licht zu rücken, ist jedenfalls das Einfachste, was man machen kann! Vielleicht mag die Redaktion einmal dazu umfassend Stellung nehmen?

(...) Realpolitik und alternative Denklogik schließen sich in großen Teilen der sog. autonomen, linken, alternativen Bewegungen nicht aus. Interessant ist aber, dass die Realpolitik immer dann gern vom RBB verschwiegen wird, wenn sie bei einem Großteil der Menschen Sympathien erzeugen könnte, und gleichzeitig werden „die Chaoten“ verteufelt, die angeblich die Stadt nicht lieben, obwohl doch viele von ihnen und ihren Freunden gerade genau zu den recht Wenigen gehören, die sich um das Wohl der Stadt tatsächlich noch sorgen und nicht nur mit den offenbar gottgewollten Ergebissen „klarkommen (müssen)“ (...).

Mit freundlichen Grüßen,
Ostprinzessin

[email protected] :
> Wenn Sie die Freundlichkeit besäßen, uns mit Ihrem guten Namen zu
> schreiben, würden wir Ihnen gerne antworten.
> Anonyme Zuschriften beantworten wir leider nicht.
>
> Also machen Sie es wie wir: Stehen Sie mit Ihrem Namen zu Ihren Ansichten.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Peter Laubenthal
> Leiter Abendschau.

Guten Tag Herr Peter Laubenthal,
verehrter Leiter der Abendschau,

als Ostprinzessin hatte ich Ihnen bereits mit meinem außerordentlich (!) guten Namen geschrieben. Auch und gerade in Rundfunk-Berlin-Brandenburg-Kreisen hat man bereits verschiedentlich – online wie telefonisch – Kontakt zur Ostprinzessin gesucht, um jenen zu Anderen finden zu können.

Um jedoch die ersehnte Antwort von Ihnen erhalten zu dürfen, ist es mir dennoch eine ausreichende Ehre, Ihnen als ein/e bürgerliche Vertreter/in des Netzwerks ABRISSBERLIN zu schreiben und hernach – nicht minder sehnend – auf die von Ihnen angekündigte Antwort hoffen zu dürfen.

Mit freundlichem Gruß,
Hinrek Hakffi,
Ostprinzessin

Antwort: keine