Archiv der Kategorie 'kollateralschäden'

Freundetreffen anno 2013

Sonntag, den 10. März 2013

Meeting friends. Berlin, 2013

Hurra, ich lebe noch

Montag, den 2. Mai 2011

Nachdem ich gestern den Schleier gelüftet, die rosarote Brille abgesetzt und meinem Staat ganz tief ins polizeiliche Auge gesehen hatte, da war ich plötzlich richtig verliebt – verliebt in den Gedanken, ohne ihn zu leben. Weitere Konsequenz: Ich benötigte dringend ’nen Zauberstab, zwei Wasserwerfer und mindestens drei Wochen Kur. Eigentlich. Für die ganz gewiss notwendigste […]

Berlin adé

Sonntag, den 1. August 2010

Berlin: Das traumlose Zeitalter des kulturellen Verfalls fordert ein weiteres Opfer. Während in der Hauptstadt nahezu sämtliche faszinierenden Kulturprojekte der letzten Jahrzehnte ihrer politisch gewollten Auslöschung harren, ereilt uns eine weitere traurige Nachricht. An der Hasenheide in Kreuzberg wird derzeit der Club Cheetah aus den 60er Jahren entsorgt. Ende der 60er wurde er im Raumschiff-Enterprise-Stil […]

Denn wir sind wieder wer

Freitag, den 9. Juli 2010

Weshalb der Typ im Unisex-WC des Musikclubs meinen Urin trank – plötzlich und unvermittelt, aus der Pinkelrinne heraus – das kann ich nicht genau erklären, dazu befragt habe ich ihn nämlich nicht. Denn schließlich leben wir ja in einer von Anonymisierung durchsetzten Wirklichkeit, in der uns die Begehren der Mitmenschen fern und versteckt erscheinen, so […]

Rot-Rot geht über Leichen

Montag, den 10. Mai 2010

Dem Sozialmieter Dieter Bernhardt wurde das Leben genommen. Leichen pflasterten ihren Weg: Die Protagonisten des Berliner Senats haben dem Ausverkauf der sozialen Errungenschaften in der Stadtentwicklungspolitik nie abgeschworen. Zwar war das alte Fördersystem falsch, weil es in erster Linie der Bereicherung einiger weniger Bauherren diente, doch sinnvolle, soziale Änderungen wurden nie in Angriff genommen. Im […]

Geblendet: Leuchtende Weihnachtsbrunnen

Dienstag, den 16. Dezember 2008

Gesehen im U-Bahnhof Neukölln.

Wenn Stadtentwicklung fassungslos macht

Montag, den 8. Dezember 2008

Ein Lachkrampf zwischen Havelspitze und Haselhorst Prenzlauer Berg, gestern Nacht. Um 0.06 Uhr steigen ich und die andere Person in die S-Bahn nach Jungfernheide. Weiterfahrt mit der U-Bahn. Das Ziel: Haselhorst. Hier wurde zwischen 1930 und 1935 die sogenannte Reichsforschungssiedlung Haselhorst angelegt und 1963 wurde hier der bekannte Travestiekünstler Ades Zabel geboren. Durch das nachtschlafene […]

Der WWW-Lügenpfad

Dienstag, den 13. Mai 2008

„Demontage“ in Frankfurt/Oder gesucht? Ein Fundstück aus den Untiefen des World Wide Web: webadress.de – Die Suchmaschine für gewerbliche E-Mail- und Internetadressen East Princess Senefelderstr. 10, 10437 Berlin – Prenzlauer Berg Abbrüche und Demontagen Tel. 030/XXXXXXXXX Internet: http://www.abriss-berlin.de http://www.abrissberlin.de http://www.ostprinzessin.de

Wichtige Nachrichten vom Tage

Samstag, den 27. Oktober 2007

Ein bebilderter Beitrag im zweiten Nachrichtenblock in den Ferrero News der rbb-Abendschau Dussmann-Evening-Show bringt es auf den Punkt: „Heute Nachmittag wurde im Sony-Center der 40-jährige Geburtstag der Kinder-Schokolade gefeiert (…).“ Die Ostprinzessin Barbie von Mattel ließ sich dieses Ereignis selbstverständlich nicht entgehen und entgegnete den kritischen Nachfragen eines öffentlich-rechtlichen Senders privaten Konkurrenten von Ferrero im […]

„Das war hier mein Lieblingsort“

Sonntag, den 21. Oktober 2007

Cottbus Die Mokka-Milch-Eisbar – „das Sternchen“ – und die wohl schönste öffentliche Uhr des Ostens (die Berliner Weltzeituhr einmal ausgenommen) gehören zu den herausragenden Beispielen der futuristischen sozialistischen Moderne, welche reich an Kosmos- und Space-Symbolik ist. Sie sind beseitigt worden. An ihrer Stelle der Stadtpromenade entsteht nun ein Einkaufszentrum – profan und belanglos.

Heiligendamm: Trauma und Erweckung

Dienstag, den 18. September 2007

Die Sonne scheint ausgiebig, der Himmel ist heiter, die Landschaft wundervoll, und Angst ist ohnehin Deine ständige Begleiterin, und bekanntermaßen ist sie ja ein Überlebensinstinkt. Die Einheimischen erscheinen Dir sympathisch, die Menschen im übervollen Camp mal so und mal nicht so, für die Einsatzkräfte der Polizei gilt dasselbe, und die Lage der Welt ist nicht […]

Andrej H. dankt für „Zeichen von draußen“

Sonntag, den 2. September 2007

Sein Dankschreiben: Liebe Kolleg/innen, Freund/innen, Mitstreiter/innen und Unterstützer/innen, ich habe gestern erfahren, dass der zuständige Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe frühestens Anfang Oktober über die Beschwerde gegen meine Haftverschonung entscheiden wird, weil nach Aussage des Vorsitzenden Richters des 3. Strafsenats möglicherweise rechtliche Grundsatzfragen bzgl. des dringenden Tatverdachtes und zur Anwendung des §129a StGB in dem […]

Andrej H. ist vorerst frei, und die anderen?

Mittwoch, den 22. August 2007

Wie soeben über seine Anwältin bekannt wurde, ist Andrej H. im Zuge einer Haftverschonung um 13.30 Uhr gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Bundesanwaltschaft hat dagegen bereits Beschwerde eingelegt, über welche heute oder morgen entschieden wird. Die Linien bröckeln also. Werden bald auch Florian L., Oliver R. und Axel H. freikommen? „Der Haftbefehl […]

Wie geht es eigentlich den 4 „Terroristen“?

Freitag, den 17. August 2007

Rechtsstaat adé – aber gab es dich je? „Den Umständen entsprechend gut“ gehe es Andrej Holm, so seine Anwältin. Ansonsten, so scheint es, lässt sich die Frage nur schwer beantworten, denn Andrej kann aus einer 3 mal 3 Meter großen Luxusherberge in Moabit heraus keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen – und umgekehrt. Allein die Anwältin […]

Heinrich Böll verhaftet

Mittwoch, den 15. August 2007

Frage*: Vor zwei Wochen wurde der Sozialwissenschaftler Andrej H. festgenommen. Nun wurde der Schriftsteller und Übersetzer Heinrich B. verhaftet. Welcher Tat wird Heinrich B. beschuldigt? Antwort* (BKA und Bundesanwaltschaft): Heinrich B. ist nach § 129a StGB dringend tatverdächtig, intellektueller Vordenker der linksterroristischen Vereinigung mg (militante gruppe) zu sein. Aufgrund seines permanenten Zugangs zu Bibliotheken – […]