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	<title>Ostprinzessin &#187; BZ-Blog</title>
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	<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 11:08:43 +0000</pubDate>
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		<title>Berlin adé</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 15:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Berlin: Das traumlose Zeitalter des kulturellen Verfalls fordert ein weiteres Opfer. Während in der Hauptstadt nahezu sämtliche faszinierenden Kulturprojekte der letzten Jahrzehnte ihrer politisch gewollten Auslöschung harren, ereilt uns eine weitere traurige Nachricht. An der Hasenheide in Kreuzberg wird derzeit der Club Cheetah aus den 60er Jahren entsorgt. Ende der 60er wurde er im Raumschiff-Enterprise-Stil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin: Das traumlose Zeitalter des kulturellen Verfalls fordert ein weiteres Opfer. Während in der Hauptstadt nahezu sämtliche faszinierenden Kulturprojekte der letzten Jahrzehnte ihrer politisch gewollten Auslöschung harren, ereilt uns eine weitere traurige Nachricht. An der Hasenheide in Kreuzberg wird derzeit der Club <em>Cheetah</em> aus den 60er Jahren entsorgt. Ende der 60er wurde er im Raumschiff-Enterprise-Stil in die Räume eines ehemaligen Großkinos hineingebaut und verfügt über 22 sogenannte Inseln, die sich über mehrere Ebenen und eine Galerie erstrecken. Die Eilande sind über Brücken und Treppen miteinander verbunden. Disco und Gastraum verbindet ein Tunnel. Zwei Röhren führen vom Eingang hinein in die größte Disco ihrer Zeit. Acht Tanzflächen warteten auf tanzwütiges Publikum, das in den besten Zeiten des Clubs in bis zu hundert Meter langen Warteschlangen auf Einlass hoffte, um dann Highlights wie die fahrbare DJ-Kugel zu bestaunen.</p>
<p>Der ehemalige Besitzer hatte sich im Betrieb und mit dem Einbau einer Saunaanlage im Keller des Hauses verhoben. Neue Besitzerin wurde <a href="http://www.taekker.de">ein Kreuzberger Unternehmen</a> <em>(Taekker: Immobilien im zentralen Berlin</em>) mit Sitz in Dänemark, welches das Gebäude in einer Zwangsversteigerung erwarb.</p>
<p>Vor einiger Zeit noch wurde <a href="http://www.immobilienscout24.de/54567487?donotLog=t&#038;is24EC=IS24&#038;objectTabListControl=tab.expose&#038;style=is24">der Club zur Miete</a> angeboten. Im Jerry-Cotton-Film <em>Todesschüsse am Broadway</em> <a href="http://www.blofelds-wallace.de/jerrycotton/drehort_fall_8.htm">zeigt sich das <em>Cheetah</em></a> noch von seiner lebendigsten Seite. Da jedoch weder potente Kulturinteressierte noch Senat oder Bezirk das ob seiner Technik, Architektur und kulturellen Bedeutung einmalige, schützenswerte Kleinod der 60er erhalten wollen, ereilt den Hydraulik- und Design-Traum nun das - durchaus abwendbare - Schicksal des Großen Saals im Palast der Republik, welcher über weltweit einzigartige Technik und Installationen verfügte und dennoch dem langweiligen Einerlei gleich gemacht wurde. Das Luftschloss lässt grüßen. Danke, rot-roter Senat; danke, grün-rotes Bezirksamt; hoch soll sie leben, die totale Verwertungslogik!</p>
<p><em>Ostprinzessin</em></p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/08/2010-07-27%2014.48.11.jpg" title="Cheetah, Hasenheide"><img id="image3039" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/08/2010-07-27%2014.48.11Vorschaubild.jpg" alt="Cheetah, Hasenheide" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/08/2010-07-27%2014.48.29.jpg" title="Cheetah, Kreuzberg"><img id="image3041" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/08/2010-07-27%2014.48.29Vorschaubild.jpg" alt="Cheetah, Kreuzberg" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/08/2010-07-27%2014.49.38.jpg" title="Club Cheetah, Berlin-Kreuzberg"><img id="image3042" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/08/2010-07-27%2014.49.38Vorschaubild.jpg" alt="Club Cheetah, Berlin-Kreuzberg" /></a></p>
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		<title>Denn wir sind wieder wer</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 15:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Weshalb der Typ im Unisex-WC des Musikclubs meinen Urin trank - plötzlich und unvermittelt, aus der Pinkelrinne heraus, das kann ich nicht genau erklären, dazu befragt habe ich ihn nämlich nicht. Denn schließlich leben wir ja in einer von Anonymisierung durchsetzten Wirklichkeit, in der uns die Begehren der Mitmenschen fern und versteckt erscheinen, so sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weshalb der Typ im Unisex-WC des Musikclubs meinen Urin trank - plötzlich und unvermittelt, aus der Pinkelrinne heraus, das kann ich nicht genau erklären, dazu befragt habe ich ihn nämlich nicht. Denn schließlich leben wir ja in einer von Anonymisierung durchsetzten Wirklichkeit, in der uns die Begehren der Mitmenschen fern und versteckt erscheinen, so sie sich nicht - offen zur Schau getragen - unserer Wahrnehmung aufdrängen. <em>Verroht</em> werden es die Einen nennen, <em>sinnenfreudig</em> die Anderen. Mir fehlen dafür schlicht die Worte; doch über Eines bleibe ich mir im Klaren: Eine echte Schamlosigkeit ist mir genauso lieb wie eine echte Scham.</p>
<p>En vogue ist derweil eine neue Biederkeit, die an Realitäten der 50er erinnert, während zu gleicher Zeit eine sich fortsetzende Verrohung der Sitten aufblüht. Beides lässt sich gut an der Entwicklung der Musikszene ablesen und dort ins Besondere am von strikt marktorientierten Akteuren beherrschten Business: Im populärkulturellen Segment stehen zur Schau getragene Softsex-Attitüden hoch im Kurs, welche - mit scheinbar provokanten Gesten gepaart -, einen gewissen Anspruch auf gesellschaftliche Unangepasstheit beweisen wollen, dem sie freilich an keiner Stelle tatsächlich entsprechen. Dem Konsument bieten sie jedoch die Reflexionsfläche für sein Bedürfnis nach Ausbruch, Wildheit und Ekstase. Wo bereits Madonna schnell an die Grenzen ihrer Glaubwürdigkeit geriet, dort beginnt die Welt der Lady Gaga, in der sich die sinnliche Beliebigkeit der zu Humankapital transformierten Menschheit derzeit wohl am umfassendsten widerspiegelt:  Ihre Accessoires wirken mitunter wie computergenierte Verlegenheitslösungen, zusammengestöpselt aus einem unerschöpflichen Pool an Persönlichkeitsausweisen, während sich hinter der lauten Sichtbarkeit ihres Tuns nicht viel mehr als ein umfassendes Sinn-und Gefühlsvakuum auftut.</p>
<p>Und auch in der sogenannten Indie-Szene stehen Revoluzzer-Posen anstelle inhaltlicher Streitfragen, generieren sich einzig und allein zum Zwecke des vermarktungsfördernden Moments, verbreiten sich als Mode ohne gesellschaftsrelevante Botschaft und bleiben somit Selbstzweck. Im Gegensatz zu frühem Punk oder der weithin gefürchteten Rocker-Mode fehlt heutzutage den von musikkulturellen Szenen geprägten Mode-Statements der Thrill. Vielleicht ist tatsächlich der <em>Manga</em>-Style des viel geschmähten <em>Tokio Hotel</em>-Sängers Bill Kaulitz noch die gewagteste Inszenierung, weil der Zeichentrick in seiner Fleisch gewordenen Verkörperung immerhin mit alten Sehgewohnheiten bricht. Denn geschlechtliche Uneindeutigkeiten führen nach wie vor zielsicher zu Anstoß erregender Verwirrung. Jede Transe kann davon ein Lied singen. Selbst in Berlin-Mittes Torstraßenviertel, das sich im Angesicht seiner urbanen Versprechen auch bei Touristen und Zugezogenen großer Beliebtheit erfreut, kann man keine zwei Ecken weit gehen, ohne angepöbelt oder lächerlich gemacht zu werden.</p>
<p>Es könnte womöglich der Schluss naheliegen, dass die eigentliche Provokation in der Besinnung auf „wahre Werte“ läge. Doch geistern besagte Werte ohnehin als Untote durch das system-generierte Netzwerk namens Gesellschaft: Allenthalben finden sich Wünsche und Bilder aus längst vergangen geglaubten Zeiten ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Entsprechend bieder fallen nicht nur die „Kunstwerke“, Musik- und Videoproduktionen etablierter Stars aus, sondern auch die des Nachwuchses: Zwar im Cyberlook inszeniert und über <em>iPhone</em>, <em>iPad</em>, <em>Facebook</em> und <em>Twitter</em> permanent mit der Umwelt verbunden und scheinbar in regem Austausch stehend, verharren die persönlichen Werte an der Schamgrenze der 50er-Jahre. Mädchen haben lange Haare, Jungs kurze, und der Wunsch nach der Kleinfamilien-Idylle als „die wahre Lebensperspektive“ nährt sich aus dem Erlebnis der mäßig wilden Jahren der Jugend, das im Einklang mit der Entfremdung  des gesellschaftlichen Ichs steht. Gleichzeitig präsentieren sich <em>User</em> in vielen Internet-Kontaktforen in sexuellen Posen, mit verrohtem Sprachgebrauch und abgestumpfter Sinnlichkeit.</p>
<p>Eine Perspektive auf nahezu vollständige Integration haben daher die neuen Schwulen zwischen 14 und 49. Für nicht viel mehr als einen Tag im Jahr in aller sich im Einzelfall schnell als Einfalt herauskristallisierenden Vielfalt öffentlich sichtbar, passen sich die Träume der meisten schwulen Männer an den 364 anderen Tagen im Jahr erst recht an die ihrer nicht-homosexuellen Konsumgenossen an. Wen würde es da also noch wundern, wenn die sog. Homo-Ehe unter schwarzer Führung eingeführt würde. Die neuen Schwulen haben sich längst assimiliert und nur wenige, so scheint es, haben darüber vorher umfassend nachgedacht. Das allgemeine Mitläufertum ist mittlerweile unter Schwulen mindestens so verbreitet wie in der Restbevölkerung. Der sexuelle Selbstverwirklichungswahn wird zwar von vielen homosexuellen Männern immer noch besser beherrscht als von heterosexuellen Zeitgenossen, doch im Allgemeinen können Schwule heute nichts besser als jene. Dies zeigte sich auch jüngst bei den Veranstaltern des Christopher Street Day (CSD), die auf Vorwürfe der Miterfinderin der Gender-Debatte, Judith Butler, den strukturellen Rassismus weitestgehend zu ignorieren, Kriegseinsätze zu verherrlichen und all zu sehr in die Kommerzialisierung abgerutscht zu sein, nicht nur sichtlich beleidigt, sondern - eine opulente Kleingeistigkeit offenbarend - dem Beifall klatschenden Teil des Publikums reflexartig entgegenhielten: „Ehrlich gesagt: Ihr seid hier nicht die Mehrheit!“ Die Mehrheit nämlich hatte es mit ihrem Assimilierungswillen so ernst genommen, dass sie den CSD vom traditionellen Datum (26. Juni) aus Gründen der Staatsräson auf den 19. Juni vorverlegte: Ein Kniefall vor König Fußball. Dementsprechend waren neben den Fähnchen in Regenbogenfarben diesmal noch mehr schwarz-rot-gelbe Lappen zu sehen als in den Vorjahren.</p>
<p>Doch funktioniert der Eifer des Fußballsports vor Allem auch als Durchlauferhitzer für Zugehörigkeitsgefühle;  einmal mehr ist es das Mitläufertum, das den ohnehin latenten Drang zur Nationalisierung immer gefährlicher werden lässt. Und so müssen dagegen immunisierte Mitmenschen die bieder-ekstatische Heiterkeit der sich offenbarenden, patriotischen Glücksgefühle mit Fassung tragen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, einer Anklage wegen Beleidigung staatlicher Hoheitszeichen ins Auge zu sehen. An den Fahnenmast mit vergoldeter Spitze, den mein Nachbar vor ein paar Tagen vor seinem Fenster fünf Meter hoch in den deutschen Himmel baute, werde ich mich also gewöhnen müssen - oder eben auch nicht. Und als vor mir ein sich als „richtiger Deutscher&#8221; bezeichnender Jugendlicher mit wehender schwarz-rot-gelber Fahne über der Schulter in einen prenzlbergischen Baumarkt hineinlief und dort Eltern und Bruder seine hervorragende Idee - „Wenn wir Weltmeister werden, lauf ich &#8216;n ganzes Jahr überall als Deutscher“ - wissen ließ, wuchs bei mir die Hoffnung auf den Endsieg der spanischen Mannschaft exponentiell; et voilà&#8230;</p>
<p>Zwischen den späten 60ern und 1990 war es im Westen, im Norden und auch im Süden der Bundesrepublik Deutschland mitunter verpönt, nationale Symbole zu tragen, zu verbreiten oder sie sich gar ins Gesicht zu malen; nur Altnazis, Neonazis und bürgerlich Rechtsgerichte haben deutsche Fahnen gehisst. Und im Osten kannte man solche Bilder von inszenierten Aufmärschen. Offenbar ist das alles in Vergessenheit geraten. Seit der Einverleibung der DDR durch die BRD sind „wir“ ja wieder wer. Und schon war es aus mit der früheren Nachdenklichkeit - lang hatte sie nicht gewährt.</p>
<p><em>Ostprinzessin</em>
</p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/07/nachbars_fahne.jpg" title="Nachbars Fahne"><img id="image3036" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/07/nachbars_fahne.jpg" alt="Nachbars Fahne" /></a></p>
<p><em>Mitmachen, Ignorieren oder eine Axt zur Hand nehmen?</em>
</p>
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		<title>„Frau von der Leyen (&#8230;) macht mir ein Kind“</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
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Betancor.die Popette - Geträumt

Für Uschi ist der Traum von der Präsidentschaft vorerst ausgeträumt, doch das ist auch egal, denn so oder so leben wir in gewaltigen Zeiten.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"></p>
<param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/yzXhQIykwjw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param>
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<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/yzXhQIykwjw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><em></p>
<p><a href="http://www.betancor.de">Betancor</a>.die Popette - Geträumt</em>
</p>
<p>Für Uschi ist der Traum von der Präsidentschaft vorerst ausgeträumt, doch das ist auch egal, denn so oder so leben wir in <a href="http://transgenialercsd.wordpress.com/2010/05/28/hello-world">gewaltigen Zeiten</a>.
</p>
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		<title>Kuşbakışı görünüş</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 14:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>weises &#038; dunkles</category>
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Berlin-Mitte, Sommer 2010

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image3035" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/06/nachbarschaft.jpg" alt="Komşular" /></p>
<p>Berlin-Mitte, Sommer 2010
</p>
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		<title>SAGE - ein Heldenmärchen aus Kreuzberg</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>intervention &#038; parade</category>
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		<description><![CDATA[Die Heldin dieser Sage trägt viele hübsche Namen, drei davon könnten SAGE Res- taurant GmbH &#038; Co KG, SAGE Bar GmbH und SAGE Entertainment GmbH sein.
SAGE - das wäre bei genauer Betrachtung ein ganz typischer Amüsierbetrieb für verträumte Normalverdiener, für den Berliner Geldadel und für echte Blaublüter, ohne konzeptionell erkennbare ethische Grundsätze zwar, aber doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Heldin dieser Sage trägt viele hübsche Namen, drei davon könnten <em>SAGE Res- taurant GmbH &#038; Co KG</em>, <em>SAGE Bar GmbH</em> und <em>SAGE Entertainment GmbH</em> sein.</p>
<p><em>SAGE</em> - das wäre bei genauer Betrachtung ein ganz typischer Amüsierbetrieb für verträumte Normalverdiener, für den Berliner Geldadel und für echte Blaublüter, ohne konzeptionell erkennbare ethische Grundsätze zwar, aber doch mit karitativem Engagement - <a href="http://de.sagehospital.de">Sage Hospital e.V.</a> -, welches in der „Gesellschaft“ ja bekanntlich zum guten Ton gehört, weshalb „die Schirmherren des Abends (&#8230;) der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Friedrich_Prinz_von_Preu%C3%9Fen">Prinz Georg von Preußen</a>“ seien und nicht etwa Heinz und Erna Meyer aus Spandau. Für den Stallgeruch jedoch lüde man sich Ben Becker und „die Berliner Cowboys The BossHoss“ („Do Or Die“) ein.</p>
<p>Und wenn man sich zu Unrecht in der Kritik seiner Mitmenschen sähe, weil diese sich Kreuzberg immer noch nicht so richtig als Business-Spielplatz einiger weniger Gewinner vorstellten, dann übe man sich in Diplomatie, denn die gehört zum selbstverständlichen Repertoire eines aufstrebenden, weltoffenen Unternehmers, weshalb man im Zweifel irgendwann auch mal „Punk der ersten Stunde“, „Hausbesetzer“, „Steineschmeißer“, vielleicht sogar Pirat, meinetwegen auch Papst gewesen sein könnte. Und wer hätte den Eurovision Song Contest gewonnen? Genau! Und die WM? „Kommt mit uns fiebern“, könnte <a href="http://sage-restaurant.de/cms">man</a> antworten, also: Deutschlandfähnchen nicht vergessen!</p>
<p>Ein Schelm, wer Böses dabei denke: „Traditionelle Speisen werden im SAGE Restaurant in überraschend neuen Gewändern präsentiert, die durch bestechende Frische und ungewöhnliche Zutaten einen jeden Gaumen bis in die Willenlosigkeit verführen.“</p>
<p>__________</p>
<p>Im Märchen würde am Ende das Gute über das Böse triumphieren, in der Wahrheit der nackten Realität ist alles etwas komplexer. Für den 5. Juni rufen kritische Mitmenschen zu einem Aktionstag auf: <a href="http://mediaspreeentern.blogsport.de">Auf zu neuen Ufern: Mediaspree entern!</a></a>
</p>
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		<title>Rot-Rot geht über Leichen</title>
		<link>http://ostprinzessin.de/bz/2010/05/10/rot-rot-geht-uber-leichen/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 11:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>kollateralschäden</category>
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		<description><![CDATA[Dem Sozialmieter Dieter Bernhardt wurde das Leben genommen. 
Leichen pflasterten ihren Weg: Die Protagonisten des Berliner Senats haben dem Ausverkauf der sozialen Errungenschaften in der Stadtentwicklungspolitik nie abgeschworen. Zwar war das alte Fördersystem falsch, weil es in erster Linie der Bereicherung einiger weniger Bauherren diente, doch sinnvolle, soziale Änderungen wurden nie in Angriff genommen. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abriss-berlin.de/blog/#post-1879">Dem Sozialmieter Dieter Bernhardt wurde das Leben genommen</a>. </p>
<p>Leichen pflasterten ihren Weg: Die Protagonisten des Berliner Senats haben dem Ausverkauf der sozialen Errungenschaften in der Stadtentwicklungspolitik nie abgeschworen. Zwar war das alte Fördersystem falsch, weil es in erster Linie der Bereicherung einiger weniger Bauherren diente, doch sinnvolle, soziale Änderungen wurden nie in Angriff genommen. Im Gegenteil: Die zuständige Senatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat das Problem der dem freien Markt zum Fraß vorgeworfenen, ehemals öffentlich geförderten Wohnungen immer ignoriert bzw. noch befeuert. </p>
<p>Mehrere tausend Menschen sind betroffen. <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/anschlussfoerderung">Der Senat verhöhnt die Betroffenen mit Umzugshilfen</a>. Auch die vorgeblich sozialer ausgerichtete LINKE hat bislang nichts für die Entschärfung getan, obwohl ihr die sich derzeit zuspitzenden Nöte der Mieter bereits seit vielen Jahren bekannt sind. Stattdessen werden überall in der Stadt weiterhin Aufwertung und Inwertsetzung von LINKEN mitorganisiert. Und vereinzelte Sonntagsreden gegen die Verdrängung von sozial schwächeren Mietern aus den innerstädtischen Wohngebieten haben sich stets als Augenwischerei entpuppt. </p>
<p>Dieter Bernhardt ist nicht der erste Sozialmieter und er wird nicht der letzte sein, der aus dieser Bedrängung für sich selbst keinen Weg mehr findet. Im März war seine Leidenschaft für das Leben noch ungebrochen:</p>
<p><em>„Liebe Ostprinzessin,</p>
<p>(…) Ja es ist eine Katastrophe, war gerade in Steglitz in einem Gebäudeblock mit 6 Eingängen, also über 100 Wohnungen. Das steht seit längerer Zeit unter Insolvenz und die Mieter ahnen gar nicht, was da auf sie zukommt. Wir müssen uns bündeln und vielleicht sogar zivilen Ungehorsam organisieren, denn anders reagiert die Politik nicht (…).</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Dieter“<br />
</em>
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>High Heel Noon in Nord-Neukölln</title>
		<link>http://ostprinzessin.de/bz/2010/05/07/high-heel-noon-in-nord-neukolln/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 21:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>schall &#038; melody</category>
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		<description><![CDATA[Jutta und Paula im Studio des Heimathafen Neukölln.
  

Echt!
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Jutta und Paula im Studio des Heimathafen Neukölln.</p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/jutta-und-paula-high-heel-noon.jpg" title="Jutta &#038; Paula"><img id="image3024" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/jutta-und-paula-high-heel-noonVorschaubild.jpg" alt="Jutta &#038; Paula" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/jutta-und-paula-nord-neukoelln.jpg" title="High Heel Noon in Nord-Neukölln"><img id="image3025" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/jutta-und-paula-nord-neukoellnVorschaubild.jpg" alt="High Heel Noon in Nord-Neukölln" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/high-heel-noon.jpg" title="Jutta &#038; Paula im Heimathafen Neukölln"><img id="image3026" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/high-heel-noonVorschaubild.jpg" alt="Jutta &#038; Paula im Heimathafen Neukölln" /></a>
</p>
<p><em>Echt!</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bloody, but bathetic</title>
		<link>http://ostprinzessin.de/bz/2010/05/02/bloody-but-bathetic/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 21:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>schall &#038; melody</category>
	<category>theater &#038; schauspiel</category>
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		<description><![CDATA[Cheap Blood im Festsaal der Sophiensaele. Mit einigen Längen und Verkürzungen, ein paar wunderbaren Ideen und einer herrlich ambivalenten Mutter Frost.
   

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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Cheap Blood</em> im Festsaal der Sophiensaele. Mit einigen Längen und Verkürzungen, ein paar wunderbaren Ideen und einer herrlich ambivalenten Mutter <a href="http://www.corafrost.de">Frost</a>.</p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood-johannes-mueller.jpg" title="Cheap Blood"><img id="image3019" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood-johannes-muellerVorschaubild.jpg" alt="Cheap Blood" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood-programm.jpg" title="Cheap Blood"><img id="image3020" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood-programmVorschaubild.jpg" alt="Cheap Blood" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood-story.jpg" title="Cheap Blood"><img id="image3021" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood-storyVorschaubild.jpg" alt="Cheap Blood" /></a> <a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-blood.jpg" title="Cheap Blood"><img id="image3022" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/05/cheap-bloodVorschaubild.jpg" alt="Cheap Blood" /></a>
</p>
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		<title>Avantgarde verpflichtet</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 15:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>cinema</category>
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		<description><![CDATA[Heute vormittag weckte mich die Sonne. Derart sanft und überaus zärtlich geweckt, beschloss ich, dem Tag etwas ganz und gar Erhabenes zu verleihen. So eilte ich zu einer - die zeitgenössische Gesellschaft, in der wir leben, bezeichnenden, weil spärlich besuchten - Filmaufführung. Nie zuvor habe ich einen Film von Werner Schroeter gesehen; nun muss ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vormittag weckte mich die Sonne. Derart sanft und überaus zärtlich geweckt, beschloss ich, dem Tag etwas ganz und gar Erhabenes zu verleihen. So eilte ich zu einer - die zeitgenössische Gesellschaft, in der wir leben, bezeichnenden, weil spärlich besuchten - Filmaufführung. Nie zuvor habe ich einen Film von Werner Schroeter gesehen; nun muss ich wirklich sagen, dass ich dies bereue.</p>
<p>Vor nicht einmal zwei Wochen ist er verstorben, daher sprachen vor der Aufführung noch Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim und Ulrike Ottinger, die recht treffende Worte fanden über Vergangenheit und Gegenwart der Bedingungen des Schaffens. Die Ottinger wollte jungen Menschen Mut machen, es zu wagen, den eigenen Ausdruck zu finden und ihm kompromisslos, gegen alle Widrigkeiten, zu folgen. Rosa sprach davon, dass Werdegänge wie der Werner Schroeters oder einer der (anwesenden) Kollegen heute nicht mehr möglich seien, denn damals, als sie begannen, haben Strippenzieher in den Medien - ob offen oder heimlich - so manchen Regisseur und so manche Filmemacherin protegiert, um an der Modernisierung der Gesellschaft teilzuhaben, Verkrustungen aufzubrechen. Das werde nun für lange Zeit nicht wiederkehren, so die nüchterne Analyse. </p>
<p>Dem stimme ich vorbehaltlos zu - und doch möchte ich alles in meiner Macht stehende dafür tun, dem entgegenzuwirken.</p>
<p>Jene Persönlichkeiten, in deren Sphäre auch Ingrid Caven beheimatet ist, empfinden eine ähnlich starke, poetische Autonomie. „Der Rosenkönig“ - ein Film, in dem jedes einzelne Bild, jede Perspektive wunderschön ist, dabei mehrfach gebrochen - im Sinne von Bedeutung und Hintersinn steigernder Intensität - an Ruinösem, also nicht etwa auf Hochglanz poliert. Mit einer unfassbar starken Magdalena Montezuma - einer Sehenden, an deren debil funkelnden Ausdruck allenfalls die ihr wie aus dem Gesicht geschnittene Cora Frost heranreichen mag -, die zwei Wochen nach dem Dreh ihrem Krebs erlag, zu gern jedoch bereits während der Arbeit gestorben wäre.</p>
<p>Solch ein Werk ist von der Poesie des Schöpfens wie der des Scheiterns, des Nicht-Sein-Könnens durchtränkt, und doch befeuert es die Lust auf gerade genau diese höchsten Formen des Werdens.</p>
</p>
<p><em>Ihre und Eure Ostprinzessin</em></p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/04/einladung-rosenkoenig.jpg" title="Einladung"><img id="image2969" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/04/einladung-rosenkoenigVorschaubild.jpg" alt="Einladung" /></a></p>
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		<title>Frohes Terrornest</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 16:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
		
	<category>weises &#038; dunkles</category>
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		<description><![CDATA[Spiel, Spaß und Spannung in Berlin-Mitte.


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiel, Spaß und Spannung in Berlin-Mitte.</p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/04/linkes-terrornest.jpg" title="Linkes Terrornest"><img id="image2964" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/04/linkes-terrornest.jpg" alt="Linkes Terrornest" /></a></p>
<p><a class="imagelink" href="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/04/berlin-mitte-terrornest.jpg" title="Linkes Terrornest in Berlin-Mitte"><img id="image2965" src="http://ostprinzessin.de/bz/wp-content/uploads/2010/04/berlin-mitte-terrornest.jpg" alt="Linkes Terrornest in Berlin-Mitte" /></a></p>
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