Tuntenauflauf im Ackerkeller
19. März 2010Vera Titanic und Beulah Bounty als Fick und Fotzi, die spermageilen nymphomanischen Stewardessen im Bumb-Bomber nach Bangkok.
Show mit Open Stage, veranstaltet von der AHA.
Artikel in Arbeit
Vera Titanic und Beulah Bounty als Fick und Fotzi, die spermageilen nymphomanischen Stewardessen im Bumb-Bomber nach Bangkok.
Show mit Open Stage, veranstaltet von der AHA.
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Elkes Salon, Koppenplatz 9, Berlin-Mitte
„Ich bin die Ostprinzessin, ein Wunder dieser Welt, ich habe kein Geld, ich habe Liebe. Ich rette die Welt ohne den Held, sozial radikal, ganz nah am Rand, und draußen, da schreib ich es an jede Wand: Menschlichkeit und Gerechtigkeit, wer die nur bellt, wer nur sich selbst gefällt, der wird bloßgestellt. Wir können nicht mehr sein als ein Knall im All, doch unsre Waffe ist das Licht der Welt, das Licht, das sie erhellt, und ich sage Euch: Wir bringen sie zu Fall! Denn ich bin die Ostprinzessin – und (…)“
Auferstanden aus Ruinen (E-Geige: Bernhard Christian)
Berlin: Mein erstes Mal und mein zweites (Ostprinzessin)
Flasche leer? 8 oder 15 Cent - das ist hier die Frage (Ostprinzessin)
Samstag, 27. Februar 2010, 20 Uhr: Elkes Salon, Koppenplatz 9, Berlin-Mitte
Virtuelle Vernissage. Gezeigt werden die Werke folgender Künstler:
Armfried van Alzheim (ImBus & NacktScanner),
Ody Soys (Alienya Visions u.a.),
Cyber Spectives (Rixdorfer Expressionen).
Eine kleine Lesung „Essays aus der Schnuppe“:
Die _OstPrinzessin_ live.
Es sorgen für entspannte Musik:
Serge Danilow & Artus Unival.
„HUNDE - Reichtum ist die Kotze des Glücks“ von Frank Castorf, fußend auf Kyniker.
Leider, lieber Castorf, ist hier wieder einmal nur der Titel gelungen, und provokativ ist allein die langweilige, nicht ambitionierte Umsetzung, da sie das Sitzfleisch arg strapaziert und das Hirn mit allzu Unausgegorenem maltretiert. Weshalb verbirgt sich hier hinter solch einem hinreißenden Titel ein so schlechtes Stück Theater? Weshalb haben die Schauspieler nicht rebelliert (?), werden sie doch in diesem Stück zu bloßen Darstellern ungelenker Fragmente der momentanen Unlust und Geistlosigkeit des Autors herabgewürdigt.
Beleidigend für Ihr Werk, großer Castorf.
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No!
Die DDR - Radikale Linke und der realsozialistische Versuch.
Mit Inge Viett (ehemals Bewegung 2. Juni und RAF), Thomas Waldeck (ehemals NVA, SED) und Herbert Mißlitz (ehemals Vereinigte Linke, linke DDR-Opposition). Eine Veranstaltung der Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB), deren Verbot zur Zeit - geheimgehalten - in Innenausschuss-Kreisen des Abgeordnetenhauses von Berlin diskutiert wird.
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Als die
Augen uns tränten,
den Armen wir spendeten,
Weihnachtsbrunnen uns blendeten,
dem Mangel an Energie wir uns grämten,
lag ein Hauch von Zimt, nein Kohle, in der kühlen Luft.
In den Centern und Arcaden glänzten - goldbesetzt -
die makellosen Maskeraden der vom Glück Getragenen,
welche unter dem Schmucke hell erleuchteter Kunststofftannen
zum Konsum hin sich besannen.
Ihre Erlösung jedoch nahte, die ganze Stadt strahlte,
zehntausend Jahre lang.
Die Initiative MediaspreeVersenken versenkt in diesen Minuten im Kreuzberger Rathaus den Mediaspree-Sonderausschuss „Spreeraum“.
In dem bezirklichen Ausschuss, der nach dem 87%- Bürgerentscheid „Spreeufer für Alle“ im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden war, hatte die Initiative zuletzt kein Land mehr gesehen. Die vorgebliche „Bürgerbeteiligung“ erkannte sie nun als Farce. Nach dem unfreiwilligen Abschied ihres Sprechers hatte die AG Spreeufer eine neue Bewertung der Lage erarbeitet, die zu dem folgerichtigen Entschluss führte, den „Ihr-wart-aber-ja-dabei“-Ausschuss zu verlassen.
Bezirksbürgermeister Franz Schulz und seine grüne Fraktion haben, ebenso wie die mitregierende LINKE, die SPD-Fraktion und der Senat, in vielerlei Einzelentscheidungen immer wieder deutlich gemacht, dass sie nicht gewillt sind, das 87%-Votum der Bevölkerung gegen die Mediaspree-Planungen ernstzunehmen; sie haben sich einer konstruktiven Mitarbeit von Anfang an verweigert, nach außen hin aber immer den Schein des Handelns gewahrt. Der Sonderausschuss, in den die Initiative über mehrere „Bürgerdeputierte“ eingebunden wurde, sollte die Politik der minimalen Korrekturen legitimieren. Hinter vorgehaltener Hand gaben das Bezirksverordnete aller Fraktionen offen zu und wunderten sich vermutlich darüber, dass die Initiative den ganzen Spuk so engagiert, so hoffnungsvoll konstruktiv und so ernsthaft „mitgestaltet“.
Der aufrichtige Versuch, er ist gescheitert. Die Parteien-Politik, sie erweist sich als demokratieunfähig und -unwillig. Das Anliegen der Initiative, sowohl den Bezirk als auch den Senat in die Pflicht zu nehmen, die „Stadtentwicklung von Oben“, die andauernden Privatisierungen und den Verlust kommerzfreier sowie unbebauter Flächen zu stoppen, es sollte sehr bald untergehen. Das Hauptanliegen der Initiatoren, die Mietenexplosion, die Verdrängung und die „Aufwertung“ zu thematisieren und diesen profitgesteuerten, politisch geförderten Entwicklungen sogleich Einhalt zu gebieten, es lässt sich außerhalb der Mühlen der Beteiligungsmaschinerie glaubhafter vertreten. Die Parteischranzen in Amt und Würden, sie haben weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Der den Gläubigen als Umarmung beschriebene Würgegriff, er hat heute seine Kraft verloren.
*schnuppe Format 10 erschienen // Live-Performance in Xberg // „Ich hatte Angst!“

*schnuppe Format 10 - PHANTOM:
24 Seiten über Begierde, Engel & Eliten, Geschlecht & Destruktion, Überdruss, Schwindsucht und Sichtbarkeit. Mit wissenschaftllicher Unterstützung, ‘nem Hilferuf, ‘ner bösen Seite und endgültigen Antworten. Ohne Wenn und Aber. Von Prinzessinenhand geformt.
Kostenlos erhältlich. Bestellbar per Email: ostprinzessin (ät) ostprinzessin.de
Auslegestellen u.a. in Mitte und Kreuzberg: Ackerkeller, Bergstr. 68; Projektehaus NewYorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a
Im Rahmen der ABRISSBERLIN-Finissage Von der Verdichtung zur Vernichtung präsentierte die Ostprinzessin den dritten Teil ihrer Trilogie What about destruction?. In einer beängstigenden Live-Performance sank sie schließlich zu Boden, um nach dem zweiten Set des Westmonster dem Publikum als Untote erneut zu erscheinen und Teil 1 und Teil 2 der Trilogie zu präsentieren. Als Zugabe las die Ostprinzessin ihren Klassiker Ständig Rand.

Es war ein martialischer Akt: Im Flutlicht, welches das Haus und den gegenüberliegenden Weinbergspark, in dem sich Ratlose und Empörte einfanden, grell erleuchtete, wurden die Fenster auf jeder Etage herausgebrochen. Der Park war zur Straße hin gesperrt. Polizei in militärisch anmutender Kluft sicherte die eilig gezogenen Grenzen mit Schäferhunden. Vom Himmel her dröhnte der Lärm eines Helikopters. Die Fensterbalken knackten. Einige Zivilpolizisten flachsten. Gelegentlich heulten die Sirenen eines der immerhin siebzig bis achtzig Einsatzfahrzeuge.
War etwa die dritte Generation der RAF aufgepürt worden? Diejenigen, die vor etwa zwanzig Jahren einen Siemens-Manager, einen Deutsche-Bank-Chef und einen Chef der „Treuhand“ ins Jenseits befördert hatten? Nein. Die Polizei selbst gab später zu, dass lediglich zwanzig vollkommen unverdächtige Personen friedlich aus einem Haus zu führen waren, in dem sie bis zu diesem Akt gewohnt hatten.
Am Rosenthaler Platz handelte ich mir auf dem Bürgersteig einen mündlichen Platzverweis wegen „Diskutieren“ ein. Das war nun schon der zweite in diesem Jahr, den ich tatsächlich unter dieser Begründung und ohne irgendeine Aktion meinerseits auf einem Bürgersteig erhielt. Sollte man sich wohl dran gewöhnen…
Der Schubs der handfesten Staatsgewalt, der mich sogleich fünf Meter weiter beförderte, erhöhte zwar mein Denkvermögen, ließ mich dann aber auch besonders intensiv an jene Vermögenden denken, denen ich diesen zu verdanken haben mochte.
Fotos 2-8: Daniel S. Schaub