Neue Zeitschrift der Rebelle Époque!

30. Juni 2009

*schnuppe - Schlaglochpoesie von A bis Zett - Format 9 

*schnuppe  Format 9/Subbotnik - Schlaglochpoesie von A bis Zett.
16 Seiten über drei Pfaffen, die Strafe der Acht, meinen Arbeitsplatz, Militanz & Verweigerung und über Touristen, die keine sind. Mit dem Aufschwung Ost, der Gefahr des guten Beispiels, einem Seepferdchen, ‘nem fliegenden Haus, der nackten Wahrheit, PS & PPS und dem ultimativen Jobtipp. Ohne Aufstiegschancen.

Was vom Himmel fällt, ist gratis!

Bestellen: ostprinzessin (ät) ostprinzessin.de

Mitnehmen:
(A) NewYorck im Bethanien, Mariannenplatz 2, Berlin-X-berg
(B) Ackerkeller, Bergstraße 68, Berlin-Mitte
(C) kulturinventur, Buchstr. 1/Nordufer, Berlin-Wedding

Nicht nur reden, sondern handeln

29. Juni 2009

Transgenialer geht es immer - Regenbögen, wo man sie nicht erwartet

Homos wohnen nicht außerhalb des Rings und schon gar nicht am Stadtrand - so lautet die überzeugte Meinung (und Empfehlung) vieler schwächelnder Schwuchteln und launischer Lesben und traniger Transen. Und Prinzessinnen würden es eigentlich genauso meinen. ;-)

Aber wir alle sollten zumindest zur Kenntnis nehmen, dass das letztlich eben doch nur subjektiver Unsinn ist, wie auch die folgende Aufnahme belegt:

Regenbogenfahne im MV Märkisches Viertel
Zur Bedeutung der Regenbogenfahne.

Beim Transgenialen CSD 2009 gab es in diesem Jahr einige wenige Regenbogenfahnen zu sehen. Fotos haben das Westmonster, die andere Person und meine homophile Exzellenz jedoch - anders als in den Vorjahren (08) (07) (06) - nicht geschossen, stattdessen einfach nur die (überwiegend unterspannte) Atmosphäre auf uns wirken lassen, dabei aber immerhin die Anwesenheit vieler zauberhafter Menschen - einschließlich der aus den ersten Zeilen - genossen. ;-)

Der Transgeniale CSD 2006 übrigens hob Mediaspree versenken aus der Taufe, lange bevor ein alternder Nachwuchsdespot mit dem leidlich hübschen Namen Carsten das Ruder an sich riss und der Reihe nach alle homophilen Menschen und sonstigen Que(e)rulanten aus der Initiative rausekelte und dabei - „sorry, aber es musste mal ein Zeichen gesetzt werden“ - auch meiner zähen Wenigkeit handfeste Gewalt androhte.

Einen ganz guten Bericht über den diesjährigen CSD gibt es hier: Analyse, Kritik & Aktion. Die nicht allzu transgeniale Möchtegerngang um den rappenden Immobilienmakler Bushido wurde auch bereits hinreichend porträtiert, zum Beispiel in diesem und in diesem Beitrag der Mottenpost. Aus irgendeiner Perspektive wird vielleicht sogar ein kleines Regenbögelchen zu sehen sein, während eine Salve Wasser oder Bier in Bushidos Richtung fliegt.

Alle wieder heil zuhause angekommen? Gut, dann bis nextes Jahr!

The Ostprinzessin

P.S. „Gerüchteweise“ wurde noch bekannt, dass der Ausfall einer der Redebeiträge mit dem Bushido-Vorfall zu tun haben soll; Person X war offenbar in den spritzigen Nahkampf verwickelt - getreu dem Motto: Nicht nur reden, sondern handeln.

Grüner Sheriff schießt auf Prenzlbürger

16. Juni 2009

Kirchner beleidigt Bürgerinitiativen und erhält Quittung in gleicher Höhe

Was wir bislang vor Allem vom grünen Bürgermeister Dr. Franz Schulz in Kreuzberg und Friedrichshain gewohnt waren, hat offenbar Schule gemacht: Auch im Prenzlauer Berg werden Initiativen hart angegangen, wenn sie sich gegen die Politik der grünen Karrieristen an der Macht wehren. Einen „Grundhass gegen den Staat“ attestiert Stadtrat Jens-Holger Kirchner seinen Bürgern. Doch brav wie die Bürger im Prenzlberg heutzutage eben sind, zeigen diese sich darüber „bestürzt“ und nicht etwa bestätigt.

Was in Teilen Kreuzbergs womöglich einigen Stolz auslösen könnte, gilt den Prenzlbergern im größtenteils längst in bürgerliche, künstlerische und kreative Langeweile gekippten Kiez um die Kastanienallee und die Oderberger Straße als Beleidigung. „Zutiefst anarchistisch und Feinde der öffentlichen Ordnung“ - nein, das ginge ja nun wirklich zu weit! Lieber setzen „wir, die anliegenden Bürger“ auf eine „Erneuerung der Gesellschaft“, Ivan Illich zitierend: „Der erste Schritt dazu ist eine skeptische, respektlose Einstellung der Bürger gegenüber dem wissenschaftlichen Experten.“

Bei allem bürgerlichen Enthusiasmus haben die Prenzlbürger aber nicht verlernt, wie man einen Stadtrat zurechtweist und das lässt mich - nach nun sieben Jahren Wohnhaft im Prenzlauer Berg - beinahe wieder auf bessere Zeiten hoffen. Bravi!

Sehr geehrter Herr Kirchner,

an verschiedenen Baustellen (!) streiten Sie und wir in unserem Bezirk für gemeinsame Ziele. Zuletzt haben wir uns gemeinsam FÜR die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Prenzlauer Berg eingesetzt. Über die zukünftige Baustelle in der Kastanienallee konnten wir uns bisher NICHT verständigen, obwohl wir Ihnen eine Steilvorlage nach der anderen für eine einvernehmliche Gestaltung dieser im Bezirk Pankow einmaligen Straße gegeben haben.

Nun aber bestürzen Sie uns mit Äußerungen in der Tagespresse - und wir hoffen, Sie wurden falsch zitiert, wie es ja auch auch uns passiert - die Sie in die Niederungen des Populismus führen. Mit diffamierenden Aussagen über die Anwohner des Kastanienallee-Kiezes und deren legitime Sorgen um ihr Lebensumfeld verteidigen Sie Ihre kompromisslose Haltung. Sie attestieren den Bürgern einen „Grundhass auf den Staat“ und ein „Grund-Misstrauen“ gegen die Verwaltung, und „Angst vor der Veränderung“ einer „Spielwiese“ (Berliner Zeitung vom 12.6.2009). Und: „Man muss auch realistisch bleiben“ (Berliner Kurier 12.6.2009).

Wir entnehmen diesen Zitaten, dass wir, die anliegenden Bürger, in Ihren Augen kindisch und lebensfern sind, unrealistisch und geistig unbeweglich, zutiefst anarchistisch und Feinde der öffentlichen Ordnung. Aber Sie, als Stadtrat dieser öffentlichen Ordnung, stellen mit tapferer Unbeugsamkeit als „Grüner Sheriff“ (Berliner Kurier 14.2.2009) sicher, dass selbige für die übrigen braven Bürger erhalten bleibt.

Die Wahrheit ist schon auf fast erschreckende Weise das Negativ Ihrer eigenen Selbstwahrnehmung: das von Ihnen als ausreichend betrachtete sogenannte „Beteiligungsverfahren“ musste Ihnen erst per BVV-Beschluss aufgezwungen werden. Sie hegen ein Grund-Misstrauen gegenüber den dummen Bürgern, die dem Hoppla-Hopp ihrer Planung im Wege stehen. Ihre, für die bedächtig und akribisch vorgetragenen Einwände der Anwohner, tauben Ohren schüren erst das Misstrauen der Bürger. SIE und Ihre Verwaltung haben sich als unbeweglich erwiesen. Oder wie würden Sie es nennen, wenn von 100% IHRER Forderungen 5% umgesetzt werden? Einen Kompromiss?

Kompromisse haben dagegen die Bürgerinitiativen gemacht. Auf die Ablehnung von „Shared Space“ und „Fußgängerzone“ - alles keine abwegigen Ideen, die  unsere „Angst vor Veränderung“ beweisen könnten - haben wir mit detailgenauen und sachkundigen Lösungen geantwortet, auf die Bezirk und Senat konsequent in kompromissloser Bürokratenmanier reagierten.

Die „Angst vor Veränderung“ treibt die Bürokraten um. Die Angst vor Demokratie und ernsthafter Bürgerbeteiligung, welche die Plan-„Spielwiesen“ austrocknen könnten, die immer noch so absurde Monster hervorbringen wie die Verlängerung der A100 für 400 Millionen Euro, mit der 200 Kastanienalleen zu lebens- und liebenswürdigen Straßen umgebaut werden könnten! Aber ach, es ist ja kein Geld da! Ja, weil gewählte Stadträte zu bequem sind sich gegen gewählte SenatorInnen durchzusetzen. Und gewählte SenatorInnen keinen Mumm gegenüber den gewählten BundespolitikerInnen beweisen. Auch dass wäre „Demokratie von unten“!

Stattdessen schielt der von den Bürgern gewählte Stadtrat lieber auf den Bürger-Meisterposten, der auf dem Spiel stünde wenn der Stadtrat aufmuckt. Dabei sähen wir ihn gern in diesem Amt, wenn er nur FÜR die Bürger kämpfen würde, anstatt für altmodische Verkehrskonzepte eine lebendige Straßenkultur zu zerstören, wie uns der Verlust des Zeitungskiosk am U-Bahnhof Eberswalder Straße schmerzhaft vor Augen führt. Vermutlich war Ihnen das zu viel der von Ihnen bemängelten „Kommerzialisierung ohne Ende“, wo wir fast ausschließlich unabhängige, kreative Geschäftsleute sehen, die dazu beitragen der Straße ihr einzigartiges Flair zu geben. Den öffentlichen nicht-kommerziellen Raum für den Aufenthalt der Anwohner, für den Sie zuständig sind, zerstören und verhindern SIE mit Ihrer Planung. Ohne Not verschlechtern Sie mit einem Streich die Verkehrssicherheit für Radfahrer, die Lebensqualität der Anwohner und die Attraktivität für Flaneure. Und mit den Geldern des Städtebaulichen Denkmalschutzes“ zerstören Sie eine denkmalgeschützte Straße.

Wir fordern weiterhin eine umfassende und ehrliche Bürgerbeteiligung, statt der Willkür einer Bürgerideen-Lotterie. Desweiteren fordern wir einen Runden Tisch mit der Senatsverwaltung, Bezirksverwaltung und den Bürgerinitiativen. „Der erste Schritt dazu ist eine skeptische, respektlose Einstellung der Bürger gegenüber dem wissenschaftlichen Experten. Die Erneuerung der Gesellschaft muss vom Zweifel ausgehen.“ (Ivan Illich: Fortschrittsmythen - S.31)

CARambolagen

www.carambolagen.de
www.oderberger.org
www.bin-berlin.org
www.marthashof.org
www.marthashof.blogspot.com
www.marthashof.info

Desillusioniert, aber von vollem Herzen

9. Juni 2009

Zu den Olympischen Spielen 1936 sollte Berlin „zigeunerfrei“ sein, die Berliner Sinti und Roma wurden in das Zwangslager Marzahn deportiert, von wo aus die meisten nach Auschwitz in den Tod geschickt wurden.

Zu den Feiern des 60-jährigen Bestehens Deutschlands im Jahr 2009 soll Berlin „zigeunerfrei“ gehalten werden. Die Roma und Sinti, die nach Berlin fliehen, werden in das in einem Spandauer Industriegebiet gelegene „Ausreisezentrum Motardstraße“ verbracht. Der Wunsch des Senats und weiter Teile der Bevölkerung: Die Rückkehr der Roma, zum Beispiel nach Rumänien. Doch dort - wie auch in manchen Ländern des Balkans oder in Ungarn und Tschechien - stehen Viele vor dem Nichts. Und dies ist seit Generationen traurige Tradition: Roma werden von der Infrastruktur ausgeschlossen - Wasser, Strom und Bildung werden ihnen von der Administration vorenthalten, ganze Stadtviertel nicht an die öffentliche Struktur angeschlossen. In vielen Geschäften werden Roma nicht bedient. Die allgegenwärtige, sich verschärfende Armut führt indes dazu, dass ein aufgehetzter, rechter Mob „Säuberungen“ durchführt: Häuser brennen, Mordkommandos machen Jagd auf Roma.

Währenddessen heizt die Boulevardpresse in Berlin die Stimmung gegen die in die Stadt gekommenen Roma so sehr an, das auch hierzulande wieder mit Pogromen gerechnet werden kann. Differenziert wird dabei selten. Roma seien quasi naturgemäß verwildert, verwahrlost, kriminell, aggressiv und unverschämte Schmarotzer. Die real existierende Existenznot wird als Bettelmasche verniedlicht, die realen Lebensbedingungen in Mittel- und Osteuropa stets unterschlagen. Und historische Verantwortung? Nein, die muss man in Deutschland mit der Lupe suchen, wenn es um Roma und Sinti geht. Auch die Roma-Organisationen erweisen sich heute als wenig hilfreich; in der Praxis sind die Erfahrungen mit ihnen eher schlecht.

Die Verantwortlichen in der Bundesrepublik drücken sich bequem um konstruktive Lösungsvorschläge herum. Roma haben keine große Lobby und hatten sie auch noch nie, wenn es hart auf hart kam. „Rassistisch Verfolgte sind keine Touristen - Übernehmt endlich Verantwortung für Sinti und Roma“, mahnten daher die Unterstützer der Roma, die auf ihrer Suche nach Hilfe in der Not bei einer katholischen Gemeinde in der Kreuzberger Wrangelstraße aufschlugen. Doch die beharrte darauf, dass sie vorab hätte liebevoll um Hilfe gebeten werden müssen. Die sie dann selbstverständlich ausgeschlagen hätte, wie man vermuten muss, denn die Gemeinden, die von den Unterstützern bereits im Vorfeld angefragt worden waren, signalisierten alles Andere als christliche Nächstenliebe.

Keine Touristen Die Kirche ist geöffnet Zur Freiheit befreit (?)

„Zur Freiheit befreit“ - dieser hübsche Spruch entpuppt sich als Fake. Die Flyer auf den Kirchentischen lügen sich so schamlos ins Papier wie das Grundgesetz der 60-jährigen Nation, wenn es in Artikel 3 behauptet: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Die wenigen Gemeindemitglieder, die am 28. und 29. Mai den kurzen Weg in ihre Kirche fanden, bestärkten den ohnehin hasenfüßigen Pfarrer Polossek in seiner Haltung, ein menschliches Zeichen der Barmherzigkeit zu vermeiden. Manche wetterten so arg gegen die Roma, dass es schlussendlich keine andere Möglichkeit mehr geben konnte, als den Hort christlicher Abgründe zu verlassen. „Ihr erfüllt alle Klischees, die man über euch hat“, polterte Pfarrer Polossek gegen die Unterstützer und ihren „unfreundlichen Akt“. Aber kann er darin wirklich sicher sein?

Die Realität würde ihn später noch Lügen strafen - genauso wie sie es bei einer zunehmend aufgekratzten Katina Schubert vom Sozialsenat tun würde, die in einer unwirschen Minute brüllend aus der Diskussionsrunde im Gemeinderaum rannte: „Mit euch kann man doch gar nicht reden! Ihr interessiert euch doch nur für euren Dreck!“ Zuvor hatte sie bereits gezetert: „Wenn ihr jetzt nicht aufhört, dann geht gar nichts!“ Und damit war sie immerhin herzhafter gewesen als der „linke“ Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler, der sich in sein Paragrafengefängnis zurückzog und bei den Roma-Familien Stimmung gegen die Unterstützer zu machen suchte: „Sie sind schlecht beraten von denen!“ Auf meinen Einwand hin, dass diese aber ja wohl die Einzigen seien, die sich überhaupt kümmern würden, verstummte er, ohne jedoch gerührt zu sein.

Seine Mutmaßungen und faulen Angebote winselte Mildner-Spindler linientreu in jedes Mikrofon, das sich ihm bot. Und die Presse war sich ohnehin schon weitestgehend sicher darin, wer hier wen zu was genötigt hatte. Oliver Jarasch vom RBB - auch seine Hassparolen würden später Lügen gestraft werden - brachte es auf den hasserfüllten Punkt: „In Geiselhaft der Hausbesetzer“. Die einzige Person unterdes, die tatsächlich in eine Art Geiselhaft geriet, war eine „Journalistin“ aus dem Hause Springer. Abgerichtet für Hassreportagen, nahm sie sich selbst zur Geisel - als Geisel der reißerischen Journaille. Und mit einigem Vergnügen zischte sie auch noch während ihres frei gewählten Kirchenasyls: „Ihr glaubt gar nicht, wie gern wir das machen!“ Zuvor waren alle Versuche, sie von den - teilweise schlafenden - Roma, denen sie mit ihrer Handykamera nachstellte, fernzuhalten und sie aus der Kirche zu geleiten, fehlgeschlagen. Über den gesamten Tag hinweg musste sie begleitet werden, da sie sich standhaft weigerte, ihre Reportage in der Kirche abzubrechen.

Springer-Journaille... St. Marien Liebfrauen, Wrangelstraße

Etwa 70 Unterstützer - unter ihnen auffallend viele queere Personen, hatten sich im Kirchhof eingefunden und warteten dort auf ein göttliches oder wie auch immer geartetes Zeichen. Viele Stunden lang stand man umher und diskutierte, verhandelte und organisierte Verpflegung. Auch der Senat schickte „Unterstützung“: Gegenüber der Kirche eine Hand voll Zivilpolizisten - in einem silbernen VW-Bus mit getönten Fensterscheiben - die Situation stellvertretend für den Senat aussitzend. Der Staatsschutz ermittelt. Na danke. „Wie im Bürgerkrieg“, so einer meiner Gefährten.

Bei anbrechender Dunkelheit jedenfalls sprangen dann die Unterstützer selbst wieder einmal in die klaffende Lücke zwischen staatlicher und kirchlicher Ignoranz und gewährten den Roma-Familien Unterschlupf. In der beinahe gleichgeschalteten Presse wurde indes steif und fest behauptet, die Unterstützer aus der autonomen linken Szene hätten sich der Roma entledigt und Anderen das Problem - aus Jux und Dollerei natürlich - zugeschoben.

Die Realität interessierte bis zum heutigen Tage nicht. Und die Unterstützer selbst - sie schwiegen und halfen weiter im Stillen: Spontan und selbstlos - aber das dürfen die Bürger der Stadt Berlin nicht erfahren, damit sich ihr Bild von den Autonomen nicht zum Guten wendet. Aber auch Bürgerin Sweet Mausi, so nannte sie sich, half im Stillen: Sie brachte - wie auch andere mitfühlende Menschen - eine Tüte voll Babynahrung und Hygieneartikel in die offene Etage des NewYorck im Bethanien. So sprang am Ende eines anstrengenden, frustrierenden Tages noch einmal ein menschlicher Funke über im von sozialer Kälte und Vorurteilen zerrütteten Berlin. Und wenn die Unterstützer nicht am Kummer über die Verhältnisse in unserer Stadt zerbrochen sind, dann kümmern sie sich auch heute noch - tiefgreifend desillusioniert, aber immer noch von vollem Herzen.

The Ostprinzessin

Der innere Innenminister

5. Juni 2009

Der innere Innenminister Der innere Innenminister Der innere Innenminister

Wo sollen wir leben? Uns will doch niemand.

26. Mai 2009

Ein subjektiver Bericht über Terror, „Touristen“ und die Ignoranz der Macht - mit objektiven Tatsachen und einem Bezirksbürgermeister, der sich von seiner schlechtesten Seite zeigt

Roma leben im Terror. Das ist nichts Neues. Vor etwas mehr als 60 Jahren beschlossen die Mächtigen in diesem Staat die Vernichtung der Sinti und Roma. Und sie kamen ihrem Ziel gefährlich nah: Hunderttausende wurden gemordet. Weiten Teilen der Bevölkerung schien das nicht ganz unrecht zu sein, denn Viele verbanden mit den „Zigeunern“ vor Allem Schmutz und Kriminalität. So ist es geblieben.

Einer unsäglichen, Jahrhunderte alten „Tradition“ folgend müssen Sinti und Roma auch heute überall in Europa mit Repressionen rechnen; diese sind ihr täglich Brot. Viele leben weit unter den Armutsgrenzen, ohne Schulbildung und ohne Rechte. In manchen Ländern Mittel- und Osteuropas werden ihre Häuser niedergebrannt, Mordkommandos machen Jagd auf sie. Aber auch in deutschen Landen lebt es sich durchaus gefährlich, wie die Übergriffe auf Heime belegen. Lebensfeindlich gebärt sich ihre Umwelt allemal, denn Rassismen sind hierzulande so verbreitet wie Bausparverträge. Roma bilden das unterste Glied einer Kette von Missliebigen und genau dies macht ihr besonderes Leid aus. Die schlimmen Erfahrungen führen auch dazu, dass sie sich ein Stück weit von der Mehrheitsgesellschaft abkapseln müssen. Viele lesbische und schwule Menschen beispielsweise kennen dieses Phänomen aus eigener Erfahrung.

Dunkel leuchtende Vorahnung

Es ist eine weit verbreitete Vorstellung, Roma würden überwiegend nomadisch leben. Tatsächlich ist es umgekehrt: Die meisten wohnen schon seit Generationen an einem festen Ort. Offenbar in dunkler Vorahnung hatte ich in die aktuelle Ausgabe der *schnuppe einen Abriss über die Verhältnisse in einer der ältesten Roma-Viertel der Welt aufgenommen:

Başka Bir Sulukule Mümkün !

Das Stadtviertel Sulukule in Istanbul gilt als das älteste Roma-Viertel der Welt. Roma leben hier seit mehr als tausend Jahren.

Vor ein paar Jahren hat die Regierung den Abriss beschlossen. Die Arbeiten haben begonnen. Geschaffen werden soll eine „Museumsstadt“ mit historisierenden Neubauten osmanischen Stils.

Auch in Sulukule ist der Kampf gegen die Stadtumstrukturierung, gegen Spekulation und Verdrängung verzweifelt. Etwa 3.500 Menschen sind direkt von Umsiedlungsplänen betroffen. Für viele von ihnen wirkt sich die damit einhergehende soziale und kulturelle Entwurzelung verherrend aus.

Dem hatte ich ein Zitat beigefügt, welches das grundsätzliche Dilemma der Roma in einfachsten Worten beschreibt: “Wo sollen wir leben? Uns will doch niemand.” Und auch Kreuzberg bildet da keine Ausnahme. Denn Ausnahmen werden nicht geduldet. Befürchtet wird ein politischer Dammbruch. Ist erst einmal ein Präzedenzfall geschaffen, könnten die Probleme für die an repressive Gesetzgebungen gebundenen Verwaltungsapparate ins Unverwaltbare wachsen.

„Wir haben geprüft“

Eben diese Apparate fanden sich am gestrigen Nachmittag zusammen mit dem grünen Bezirksbürgermeister Schulz, einigen Roma und Angehörigen der von der Politik so gefürchteten Hausbesetzer-Szene im Rathaus Kreuzberg ein. Der BVV-Saal sei belegt, hieß es zunächst - nein, war er nicht. Der erste Versuch, das Ganze klein zu halten, war schon mal gescheitert. Immerhin 70 Personen nahmen am eckigen Runden Tisch Platz, die Mächtigen wie selbstverständlich auf höheren Plätzen. Grüner und parteilinker Zeitgeist im Jahre 2009 eben. Im Publikum fanden sich neben verschiedenen Presseleuten auch viele Angehörige des Wagenplatzes Schwarzer Kanal. Aber auch auf dem Podium lesbelte es: Motorradliebhaberin Katina Schubert war von Sozialsenatorin Knake-Werner entsandt worden und betonte, dass sie sich über den gegenwärtigen Rassismus durchaus bewusst sei, aber leider kein gutes Angebot machen könne. In dieser Art zelebrierten alle Verwaltungseinheiten ihre selbstgewählte Ohnmacht. Wir haben das und das geprüft und sind zu dem und dem Schluss gekommen, nämlich dass Sie hierauf und darauf keinen Anspruch haben.

Denn die Roma seien ja als Touristen hier. Das hatten Franz Schulz und andere Politschranzen bereits im Vorfeld betont. Und sie wurden auch am Eckigen Tisch dieser zynischen Sprachregelung nicht überdrüssig. Die erste Wahl aller Verwaltungseinheiten stellt das Ausreiselager Motardstraße in Spandau dar. Hier sei es schön kuschelig - wie auch die RBB-Abendschau eiligst in einem Beitrag „belegte“ - und außerdem sei man der großherzigen Geste, die „Rückführung nach Rumänien“ zu bezahlen, nicht abgeneigt.

Diesem Vorschlag wurde seitens der Roma und ihrer von Moderator und Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler (LINKE) als „Fürsprecher“ verniedlichten Begleitpersonen vehement widersprochen. „Dort leben ist wie im Knast“, übersetzte die ansonsten wenig geliebte Gemeindeübersetzerin den Einwand der Roma aus dem Rumänischen. Bethanien hingegen konnte mit Romanes-Übersetzer prahlen. Die bessere Organisation, auch in dieser Hinsicht. Nach einigen ausufernden Eiertänzen mit der Politik gab es dann die Vereinbarung, Wohnungen und Heimplätze für die Roma-Familien zu finden. Für wie lange, das mochte niemand sagen. Und es interessierte die Politniks auch gar nicht. Franz Schulz beispielsweise ritt lieber unentwegt darauf herum, dass es im Bethanien eine „illegale Besetzung“ der Räume im Erdgeschoss des Südflügels gibt. Dort wurden die Roma nach Tagen kaum ertragbarer Enge in den Projektetagen darüber im Zuge eines selbstbestimmten Aktes untergebracht. Und Holzfällerhemd-Liebhaberin Monika Herrmann - ihres Zeichens Familienstadträtin - sprang erst in der Endrunde auf, lüftete ihren Platz auf der Regierungsbank und stellte klar: „Ich als Jugendstadträtin sage mal: Es drängt. Besonders für die Kinder.“ Sie habe bereits im Görlitzer Park deaskalierend eingegriffen, indem sie das Jugendamt nicht hätte einschreiten lassen und außerdem habe sie ja die Unterbringung im Bethanien akzeptiert.

Stellvertretertränen

Das Engagement der NewYorck im Bethanien zu würdigen, das fiel allen Politniks schwer. Lediglich einer der amtlichen Verwaltungsmenschen sprach davon, dass er es gern gesehen habe, dass die Roma im Bethanien aufgenommen worden seien. Glücklicherweise fand der Sprecher der Roma ein paar angemessene Worte und äußerte den „herzlichen Dank“ der betroffenen Roma: In Deutschland gäbe es viele Menschen mit großem Herz. Spontan bekam ich feuchte Augen, Tränen der Rührung. Obwohl ich doch gar nichts gemacht hatte, diesmal. Stellvertretertränen also.

In Schulz-typischer Arroganz verkündete selbiger seine Sicht der Dinge bereits vorab im Tagesspiegel: Es handle sich bei den Roma nicht um Flüchtlinge oder Asylbewerber, sondern „um Touristen, die ohne Dach über dem Kopf campieren.“ Dass der Projektezusammenhang NewYorck den Familien Unterkunft gewähre, nannte er - mit fuchsigem Unterton - „eine generöse Geste“. Allerdings sei das Ganze nun ein „privates Problem“ der Gastgeber. Wir erinnern uns: Roma sind das letzte Glied der Kette. Rechte haben sie oft nur dann, wenn sich Andere für diese einsetzen. So wäre es auch nie zu einem Runden Tisch gekommen, wenn die NewYorck nicht beherzt eingegriffen hätte. Aber davon will man in der etablierten Politszene lieber nichts wissen und deshalb wurde ein ums andere Mal herumgesabbert, man wolle direkt und ohne Mittler mit den Roma ins Gespräch kommen. Ja dann wäre wohl Einiges etwas anders gelaufen.

Wer etwa ein beherztes Lösungsangebot seitens der Politik erwartet hatte, hätte sich schlecht beraten. Sehr schlecht, denn Franz Schulz hat einfach Recht: Roma sind selbstverständlich als Touristen hier. Wohnen kostenfrei, gehen tagsüber auf Sightseeing-Tour und Papa Roma bringt der 7-köpfigen Familie abends Souvenirs mit - kleine Brandenburger Tore, Reichstage und Wimpel zum 60-jährigen Bestehen des Reichs. Das kulturelle Abendprogramm besteht aus Versteckspielen mit der Polizei; Verachtung und Beschimpfung gibts gratis dazu, an jeder Ecke. Hach herrlich so ein Touristenleben.

The Ostprinzessin

Platz für Wachstum

26. Mai 2009

Platz für Wachstum

Format 8 - RETROREICH

28. April 2009

24 Seiten über Ausschuss und anderen Müll, Fassaden, Grundschulbildung, Mündigkeit, Parallelwelten, Realos & Realitätsverlust, Reichtum & Statussymbole, Stadtplanung & Schmerz, Verzweiflung & Vereinzelung. Mit der Rache der Enterbten, einem einsamen Astronom, der Zahl 20, ‘nem geschminkten Zombie und dem Lied zur Lage der Nation.

Die *schnuppe ist gratis erhältlich.

*schnuppe - Zeitschrift für A in B - Format 8
Bestellen: ostprinzessin (ät) ostprinzessin.de

Monster retten die Welt

6. April 2009

…aber leider haben sie in diesem Film nicht die Hauptrollen abbekommen. Diese ist nämlich einem blonden Girl mit idealisierten Rundungen vorbehalten, das sich auch der engagierteste Sexist in seinen Zeichentrickträumen nicht peinlicher hätte ausmalen können.

Und auch in seinen übrigen Unterhaltungsbausteinen, die in Monsters vs. Aliens einmal mehr ihren industriellen Flachzangencharakter beweisen, funkelt dieser in die Länge gezogene Weltrettungskitsch in mattestem Klischee-Glitzer.

Aber Moment mal, was hatten wir denn erwartet - so funktioniert sie eben, die Unterhaltung im Mainstream. Für die Monsterwelt ist dieses Machwerk jedenfalls eine Beleidigung. Ebenso für die Phantasie der Kinder. Und wirkliche Heroinen sehen auch in 3D anders aus. Freiwillig.

Monsters vs. Aliens

Karl Marx - Das Kapital. Erster Band

3. April 2009

Karl Marx - Das Kapital, HAU 2

Afrika, o Afrika!

24. März 2009

Vor über zwölf Jahren erwarb die Ostprinzessin AFRIKA.

Im Supermarktfunk KaufDichGlücklich äußerte die Ostprinzessin nun ihr Bedauern: „In Afrika leben die reichsten, die schönsten Menschen, aber die meisten haben ein schweres und kurzes Leben. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich wir. Nachdem ich Afrika im Jahre 1996 unverhofft erworben hatte, wollte ich es den Menschen zurückgeben. Ausbeutung, Krankheit und Tod sollten ein Ende finden. Die gekauften Regierungen, die nur den Konzernen nutzen, sollten abgesetzt werden. Aber es kam ganz anders: Afrika wurde gierig verspeist. An unser aller Hände klebt die Schokolade. Und das ist eine Enttäuschung - herb, nicht edel. Liebe Kunden! Wir haben die Preise reduziert! Afrika Edelherb, nur 3,39!“

AFRIKA Afrika Edelherb Genuss seit 1889.

Wüste Wüste

14. März 2009

Ballhaus Ost, Wüste Wüste Wüste Wüste, Ballhaus Ost

Restart in Rot-Rot

13. März 2009

Berlin, Freitag, den 13.

Der traditionelle Glückstag der Ostprinzessin wartet mit einigen Überraschungen auf. Am späten Nachmittag öffnete die Ostprinzessin die Tore ihrer runderneuerten Online-Trutzburg. Ein vollkommen neues Orientierungssytem erleichtert den Zugang zu den abgelegenen Bereichen der stolzen Feste. Ein nicht unerheblicher Teil des Inventars wurde liebevoll aufgearbeitet. Gäste - ob nun Blumenkind, Punk oder das werte Bundeskriminalamt - gelangen jedenfalls ab heute einfacher und schneller zu den Orten unerhörter Dinge.

Die Ostprinzessin lädt für den Abend ins Rote Palais am Platz der Roten Beete. Auf der Roten Karte: Rotwein, Rote-Bete-Suppe, Rothirsch und Rotkohl. Im Keller spielt eine rottige Rattenkapelle auf. Im Rotlicht des RAUM.O der Ostprinzessin findet ein Krisenbeschleunigungsseminar statt. Auch an die Kinder ist gedacht: Die lieben Kleinen lernen Malen mit Kunstblut, für die Älteren besteht Gelegenheit, die Haare rot zu färben. Außerdem steht ein original Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil für fröhliche Wasserwerferspiele bereit.

NOCH H�RTER NOCH H�RTER NOCH H�RTER
In der Rotunde des Roten Salon beginnt um 20 Uhr die Veranstaltung „Ich sehe rot“; auf dem Promi-Podium: Rotkäppchen, Rozalia Luksenburg, Claudia Roth (Verräterin Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen), Petra Roth (Oberbürgermeisterin von Bankenstadt am Reibach), Rotraud R. (Raumkosmetikerin aus Rotenburg) Vertreter von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond, ein bislang unbekanntes Mitglied der Rote Armee Fraktion und natürlich die Ostprinzessin. Live hinzugeschaltet wird Baron de Rothschild, direkt vom Weingut Château Lafite-Rothschild. (Die Unternehmen der Rothschilds haben über vierzig Regierungen im Rahmen von Privatisierungen beraten. Sie berieten den Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS und waren beratend bei der Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone, beim Börsengang und An- und Verkauf des Kabelnetzes der Deutschen Telekom, bei T-Online, Deutsche Post und E.ON, sowie bei der Bildung der ProSiebenSat.1 Media AG durch KirchMedia tätig. Zudem besteht eine Beteiligung am wundervollen Einkaufszentrum Alexa.)

Die aufwendigen, Rot in Rot gehaltenen Einladungskarten der Ostprinzessin sind leider dem Rotstift zum Opfer gefallen. Und noch eine traurige Nachricht, die allenthalben für rote Augen sorgt, erreicht uns: Der rot-rote Senat hat seine Teilnahme an den Feierlichkeiten der Ostprinzessin abgesagt. Als Grund wurden besondere Verpflichtungen im Rahmen des im Roten Rathaus ausgetragenen Rote-Grütze-Contest genannt.

Live am Roten Telefon von redSTARradio sprach die Ostprinzessin bereits am Vormittag anlässlich der Einweihung ihrer World-Wide-Web-Trutzburg mit Starmoderator Roger Rothmann. R.R.: „Ihre roten Seiten werden heute Abend mit einem rauschenden Fest eingeweiht. Es wird viel Prominenz erwartet. Wer genau wird alles dort sein?“ The O.: „Meine Gefährten der letzten Jahre werden kommen, dazu Leute aus dem Showbiz, Feinde aus der Politik und ein neuer Freund von der Roten Insel, der mir heute eine von Panik erfüllte Email zukommen ließ, weil er annahm, ich sei in der Versenkung verschwunden. Das Gegenteil ist der Fall! Ganz besonders freue ich mich auch auf den Kinderchor Die Rotkehlchen, der eigens für den heutigen Abend eine Neufassung meines Songs Borschtsch einstudiert hat!“ R.R.: „Wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch mit der Ostprinzessin und wünschen Allen ein rotes Morgen. Jetzt geht es weiter mit dem Song, den auch die Ostprinzessin nicht besser hätte schreiben können: David Bowie, put on your red shoes and dance the Blues!“

Johanna Zeul im Supamolly

14. Februar 2009

Johanna Zeul ...auf Tour.

Medienecho-Echo

11. Februar 2009

Begleitend zu ihrem spektakulären Rücktritt im Ausschuss Spreeraum des Bezirksparlaments Friedrichshain-Kreuzberg gab die Ostprinzessin verschiedene Interviews zu den politischen Hintergründen. Zwei Zeitungen veröffentlichten daraus Auszüge:

In der Tageszeitung taz wird die Ostprinzessin mit den Worten zitiert, Baugruppen-Projekte seien „in der Realität meistens eigentums- und mittelstandsorientiert“. Das sowie die in Anträgen der Initiative „Mediaspree versenken!“ erhobene Forderung nach Erhöhung des Wohnraumanteils im Mediaspree-Raum könne „angesichts der Tatsache, dass sozialer Wohnungsbau zur Zeit tot ist und nur hochpreisiger Wohnraum entstehen kann, als gefährlicher Motor für Gentrifizierungsprozesse“ wirken, so die Ostprinzessin weiter.

Das MieterEcho gibt folgende Mahnung der Ostprinzessin wieder: „Das Scheitern des Bürgerbegehrens im Sonderausschuss steht bevor. Unsere Initiative ist nicht die erste, die feststellen muss, dass sie auf der parlamentarischen Ebene hingehalten und beschäftigt wird. Der Druck auf die Politik muss von der Straße und über medienwirksame Aktionen kommen, sonst wird sich nicht viel bewegen.“

Mehrfache Interviewanfragen des Hetz- und Schmierblatts Berliner Kurier wurden nicht beantwortet. Ein vollständiger Überblick über die Medien-Reaktionen findet sich hier.