Lauti

Herzpfand

Abgelegen, im jäh gefluteten Tal des Trostes,
malerisch trist, in Obhut naher Zuversicht,
unerreichbar nah, in flehendem Ersuchen, hier,
wo der Tag ein Gewand aus Albtraum trägt,
über stet betäubendem Rauschen, ergeben,
nahendem Donnerschlag entgegen, reuend
und beschämt, umschlichen von Räubern,
geborgen in eisigem Kern, Tränen umflossen,
in der Sehnsucht, freizuschwemmen – dort,
im versprengten Archipel meiner Ängste,
allgegenwärtiger Zukunft umbrandet, versteckt
in einer Senke, unter scharfkantigem Fels,
gefangen in eine Luftblase, verbrauchte Luft
atmend –, da will ich sein, wenn ich entdeckt,
letzter Klage beizuwohnen, allerletztem Beben,
auf dem Weg nach Hause, auf dem Weg zu dir.