Lauti

Phantom der Nebel

Wo bin ich zuhaus, Hellicht oder Schatten, werd ich zu mir oder zu wem,
treff im Dunkeln ich ins Schwarze, seh ein Funkeln noch im Flimmer?
Reitet nicht der Teufel höchstpersönlich mich zu meiner Fee? Und was
soll ich dann wünschen: mehr Hinein, mehr Hinaus? Den großen Wurf
erwagen – wohin: zu dir oder zu dem? Und welcher Bann eigentlich
hat alle Losigkeit zu Ahnungen verschlagen, die meiner sich bedingen?

Entgeht doch am Ende keiner, der Lunte roch, Zersprengung. Nimmer,
Musensohn, verdries an diesem Lose! Verdruss ist weise nicht. Celanus,
sprich: „Über dich werf ich mein Schicksal“ – füge mich! Dem Fanal
setz ein Ikon: manch Phantom wirft Nebel noch, wenn es im Dunkel steht.

Die Scham, der wir uns entkleiden, webt daraus Gericht: Rampenlicht
brennt Seelen und trennt sie ihrer Leben. Solenn die goldnen Schwingen:
Schimmer im Rauch des Vergänglichen, dem Sold jedweder Geltung.
Denn was Träume uns ertäuschen, ist ein Dieb und wird sich stehlen;
ihr Tribun ist ohne Treue. Ihr zu Ehren wandle ich sein stetes Tun,
seit es meiner sich versichert, in Ersinnung der Schimären, reuelos –

Gloria im Nebelkleid.