Lauti

Wem wir tragen

Der Arbeit nur doch lebten wir,
erfolgversessen allem Ändern,
den Ämtern, Würde wie Bürde,
Ehr und Begehr – Bewusstsein,
das sich erfuhr in Widerständen,
im Zartgefühl, jedem besessen,
der Herz sich öffnete, für Freiheit,
die er hält in kleinen Händen;

gerechte Hand findet uns – dort
werden wir unendlich, erwachen,
sterbend in jedem Moment,
jeden Tag als jemand andres:
Gesche mischt das Gift, sie wird
uns Engel sein. Phil ist ein Filou,
er mag die Sonne auf dem Land
im Schatten, wo Moose wachsen;

wo Natur gemarterte Seele heilt
von der Ausgeburt des Schreckens,
den wir hervorbringen. Doch weder
vermag Gelüste sie zu nüchtern,
noch uns zu erlösen vom Verhängnis
dunkler Bitte, Bekanntem traut
und eng verbunden, dem Unbekannten
zu begegnen im Ungewissen.

Wenn der Lebensgeist heimkehrt
aus dem Exil, dann ist er hungrig.