Lauti

Wort sich gebar

Der Dichter an sich: alleingelassen,
fremd dem Heut, fern dem Morgen,
und außer sich wär’s ganz verlassen,
’s Dichterlein, das nur in sich geborgen.

Einsam war’s, bis er ’s Wort sich gebar,
mühsam zwar, doch ehrlich wohl; unbeirrt
umschwirrt das Wort er wie die Motte ’s Licht,
jedem Wortsturz Anmut leihend und Gewicht,
jeden Ekels Regung ein lachend Schöngesicht
– was andren floh, fasst er zum Gedicht, ach
Versschmid müsst man sein, vor eig’nem Gericht.