Pari pari

Wir sollten begreifen, dass „unser“ Staat, unsere EU, unsere kapitalistische Perversion uns alle in Gefahr bringt, indem „wir“ heuchlerische Politik machen: Waffen verkaufen, Handelsterrorismus treiben, tyrannische Regime wie die des saudischen Königshauses stützen und überall „Herren der Welt“ spielen – militärisch, wirtschaftlich, kulturell.

Gewissenlosen Fanatikern wie den Mördern in Paris und ihren Hinterleuten, denen es schlichtweg um dieselben „Werte“ geht, die „wir“ leben und propagieren – Macht und Gier und Leitkultur –, machen „wir“ es leicht, das Kleingeistige, Seelenlose und hässlich Unmenschliche in uns Menschen für diese Zwecke zu rekrutieren.

Und da diese machthungrigen Kreaturen – wie „wir“ – vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen, tarnen sie ihr Unwesen mit Etiketten wie „Gott ist groß“, „Islam“, whatever. Wir sollten ihnen die Maske von der Fratze reißen und erkennen: sie sind wie „wir“. Denn das Gleiche machen „wir“, wenn wir „Demokratie“ oder „Menschenrechte“ postulieren, wenn es eigentlich um Macht geht. Ja wir sollten nicht vergessen, dass wir neben ein paar Krumen Demokratie, einem unselig ätzenden Belag repräsentativer Parteienpolitik und einer Kuchengabel voll Menschenrechten vor allem eines haben: ein gut ausgeklügeltes System zur Befriedigung von Machtinteressen, das die einen immer mächtiger und wohlhabender macht und die anderen immer ärmer und ohnmächtiger.

Das und die und sie und „wir“ säen Angst, Misstrauen und Hass, und die eiskalten Profiteure aller Seiten lachen sich ins Fäustchen, fressen Torte oder Currywurst, stoßen mit Champagner an oder ner Pulle Bier.

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