Sieben Jahre Lehre

Schatz im Herzen, begraben im Mensch –

wer gräbt, wird darin Liebe haben,

wer trägt, wird für ihr Leben schlagen,

erwagen, was er scheute, es entheben

aller Schwärze Hatz der grauen Meute.

Problematisch: Return of the Problem

„Immer diese Probleme… Return of the Problem ist eine Performance, die das Making-Of eines Films zeigt. Gleichzeitig ist sie das Making-Of eines Films über einen Film. Sozusagen Film im Film im Theater.

Alte und neue Mitstreiter des berühmt-berüchtigten norwegischen Kollektivs Baktruppen verwandeln dafür den Theaterdiscounter in ein Filmstudio.  Live on-stage werden die Zuschauer Zeuge von zwei zeitgleichen Dreharbeiten: Eine filmische Dokumentation begleitet die Entstehung von Szenen des experimentellen Low-Budget-Films The Problem. Immer weiter verschachteln sich verschiedene Ebenen von Fiktion und medialer Vermittlung – und das hat Konsequenzen für die Beziehungen zwischen den Protagonisten, den zwei Filmteams und aller Akteure mit dem Publikum. Denn letztlich sind wir alle ja Teil des Sets für The Problem, müssen uns mit ihm auseinandersetzen und es schließlich irgendwie zu Ende bringen.

Return of the Problem versucht im Theater den Bereich des Fiktiven wieder zu betreten ohne das Publikum auszublenden. Es geht darum eine interessante Situation zu erzeugen, in der das Publikum ganz selbstverständlich Teil ist – in diesem Fall als Statisten des realen Filmdrehs. Return Of The Problem handelt von der Fiktionalisierung des zeitgenössischen Lebens und wie das die Beziehungen verändert zwischen Menschen – hier repräsentiert von 7 Norwegern, die sich wie ein Filmteam zu verhalten versuchen und von einem Publikum, das sich wie ein Publikum verhält, oder wie Statisten.

Von und mit Trine Falch, Mona Solhaug, Bo Krister Wallström, Per Henrik Svalastog, Gisle Frøysland, Anders Eiebakke, Marit Anna Evanger, Christopher Hewitt und Joy Harder.“

Kurz: Eine anspruchsvolle Schauspielperformance im Theaterdiscounter, von interessanten Charakteren charmant umgesetzt – teilweise –, größtenteils jedoch enervierend. Schade.

Heute, ja, und dennoch gestrig

„NEW KIDS ON THE BLOCK“ im Neu West Berlin, Chausseestr. 36,
Frisch aus der Kunstschulküche: Malerei, Drucke und Installationen.

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Man nehme
eine abgeranzte Werkhalle kurz vorm Abbruch,
ganz doll sehnsüchtige Künstler bzw. „Künstler“,
das olle Konzept ’ner mächtig tollen Clubgalerie,
ein unheimlich kreatives cross art branding
für die Referenzensammler-Antigammler
und bereitwillig gelangweiltes Publikum –
fertig ist die Kunstlaube.

Im verwestlichten Osten nichts Neues also. Schade, könnte man meinen. Nun denn: Schade. Ob wohl die Verantwortliche dieses bezeichnenden Artefakts davon ahnte?

Man weiß es nicht.

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NEW KIDS ON THE BLOCK: Angel, Ali Altin, Emmanuelle Castellan, Malte Fröhlich, Wanda Growe, Hodori, Bernhard Holaschke, Malte Kebbel, Johannes Kithil, Christian Korda, Jan Pleitner, Kanta Kimura, Markus Liehr, Sebastian Lis, Susi Mehl, Mij. K. Do, Giuletta Ockenfuss, Johannes Orthmayr, Aldo Pantaloni, Sunny Pudert, Josefine Reisch, Marcus Scheunemann, Janes Schmallenberg, Max Siebenhaar, Beau Stanton, Genaro Strobel, Maximilian Thiel, Stefanie Walk, Jakob Wakner, Wide Scope Experimental.