Multimusikalisches Ereignis

12. Juli 2014

Beim KuBiZ Sommerfest: Poolparty – ein multimusikalisches Ereignis, mit Esther Dischereit: Blumen für Otello, Fugatonale, Labob, FX Original, Mama Mushroom, Malu Förschel, Precious Pain, Die Bademeister (Ursula Häse, Marten Mühlenstein, Ulrich Miller: Spezialisten für alle Fälle am, im und um den Pool, geregelt für Regellosigkeit, machen sie sich frei improvisierend nackig) und der Alle-zusammen-im-Pool-Band.

Im KuBiZ Raoul Wallenberg, Berlin-Weißensee.

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Big Town Lovelessness

4. Juli 2014

Small Town Boy: Herzerwärmendes Potpourri der Sehnsüchte und Abgründe modernen Metropolenlebens. Von Autor Falk Richter und fünf überraschend starken Schauspielern samt wunderbarer Gesangseinlagen: Mehmet Ateşçi, Niels Bormann, Lea Draeger, Aleksandar Radenković und Thomas Wodianka. Im Gorki.

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Beginnings

11. Mai 2014

Viel versprochen, einiges gehalten: Beginnings im Theaterdiscounter.

Georg Bütow entwickelt seine beglückend irritierende Trash-Ästhetik am Rande gesellschaftlich relevanter Themen lustvoll weiter und fragt: Sind tanzende Schlümpfe nicht ehrlicher als irgendeine Biographie? Herausgekommen ist ein fantastischer Reigen der besten Stückanfänge der Welt: BEGINNINGS – ein Theater-Massaker aus Tanz, Livemusik, Farbe, Öl und Text im Spannungsfeld aus Authentizität und Fiktion.

Bütow, der sich als Autor bis 2013 „in erster Linie als Gagschreiber in der Tradition von Die nackte Kanone 33 1/3 und Jerry Lewis“ verstand, schlägt mit diesem Abend experimentell persönliche Töne an: Für BEGINNINGS verknüpft er surreal anmutende Fundstücke aus der Populärkultur erstmals mit Erzählungen aus dem eigenen echten Leben. Er experimentiert – wie derzeit fast alle – mit (auto)biographischem Material, aber anders als andere. Er zerrt es ebenso unverhohlen wie Reality Formate im Fernsehen auf die Bühne, leuchtet es auf Effekt hin aus und findet berührende Momente der Absurdität an Stellen, die kein anderer dermaßen dreist und gleichermaßen liebevoll auf die Bühne gestellt hätte.

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Danke, Wurst!

11. Mai 2014

„This night is dedicated to everyone who believes in a future of peace and freedom. You know who you are — we are a unity and we are unstoppable.“ Conchita Wurst

Homo Automaticus

30. April 2014

Einzigartige Darbietung, angenehm verrückt. Für Sprachbegeisterte ein Fest! Im Theaterdiscounter.

„Jenseits des öden Diskursboulevards suche ich Abkürzungen des Denkens. Ich will nicht den Menschen auftreten sehen, zurückgesetzt auf die psychologische Norm, sondern einen Fremden, ein gefährliches Tier.“ Valère Novarina im Gespräch mit Frank Raddatz

Texte von Valère Novarina sprengen alle Gattungsgrenzen, sie sind performativer Selbstversuch in einem exzessiven Akt, der den Ansatz des „automatischen Schreibens“ der Surrealisten ins Maßlose weiterführt. Novarina versteht Schreiben nicht als intellektuelle Tätigkeit, sondern als Körpertechnik gegen die Sprache, als zerstörerische Befreiung von der bedeutungszentrierten Norm.

Adramelech ist in der christlichen Dämonologie der Garderobier Satans, Kanzler der höllischen Regionen und propagiert als Vorsitzender des hohen Rats der Teufel einen erneuten Krieg gegen den Himmel. In mehrstimmigen labyrinthischen Selbstdialogen durchpflügt Novarina den anarchischen Boden der Sprache, schleudert Wortschöpfungen zutage und hebelt Grammatiken aus: „Art Brut“ von größter Vitalität.

Der „Monolog des Adramelech“ ist der Anfang einer beispiellosen Erfolgsgeschichte im französischen und internationalen Theater. Nachgespielt von Mailand bis Los Angeles, öffnet sich diese performative Begegnung von Schauspieler und Sprache erstmals auch für deutschsprachige Ohren. Leopold von Verschuer ist in Personalunion Übersetzer, Regisseur und Schauspieler dieser kühnen Übertragung.

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Small Town Boy

16. April 2014

Überraschend humorvoll, zart und hart zugleich, zauberhaft und allzu real, kurum: außerordentlich begeisternd. Überzeugender als der Einführungstext vermuten lässt. Danke, Falk Richter!  Besonders erfreulich: Mehmet Ateşçi. Im Gorki.

„You leave in the morning with everything you own… Run away, turn away, run away, turn away, run away.“ So besangen Bronski Beat die Flucht eines Jungen aus einer engen Welt von versagter Anerkennung und Unterdrückung in die ferne große, freie Stadt: London, New York, Berlin… Diese Metropolen waren und sind der Ort, an dem sich Menschen neu finden und erfinden können, traditionelle Rollen und Bilder verweigern und in Fragestellen, ihre Zugehörigkeiten neu aushandeln, Partnerschaft und Familie neu definieren, all das ausprobieren, was ihnen die Familie Zuhause verweigert hat, zu leben. Kann man anders Mann sein? Anders Frau? Kann man aufhören Sohn oder Tochter zu sein? Kann man Herrschaft verweigern und anders lieben und leben? Die Liebe und wie sie gelebt werden soll, scheint weiterhin das diskursive Schlachtfeld der Stunde zu sein, auf dem viele gegenwärtige Konflikte um geschlechtliche, sexuelle und kulturelle Identitäten in unserem alltäglichen Leben ausgetragen werden. Was kann und soll ein „Mann“, eine „Frau“ heute sein? Wie definiert sich in Zukunft Familie, wie Nation und Zugehörigkeit? Falk Richter erkundet mit dem Ensemble des Gorki in diesem Rechercheprojekt die Frage, was passiert, wenn auch die jungen Männer aus dem Patriarchat aussteigen.

Mehmet Ateşçi, Niels Bormann, Lea Draeger, Aleksandar Radenković, Thomas Wodianka; Regie: Falk Richter, Bühne + Kostüme: Katrin Hoffmann, Musik: Matthias Grübel, Licht: Carsten Sander, Dramaturgie: Jens Hillje, Daniel Richter.

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Stay wild!

8. März 2014

prinzessinnentag

Herzlichen Dank an Herrn Schneider in Cottbus, für Wildblumen und Sinn und In-die-Pfütze-Springen.

Dancing Ljudmila

1. März 2014

Soberngrad, Februar 2014

Princess meets God

1. März 2014

Soberngrad, Februar 2014

Pfalz of Soberngrad

Pfalz of Soberngrad

Bad Room Soberngrad

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Dancing Ljudmila

Dancing Ljudmila

Fount of God, Ostprinzessin

Princess meets God at Fountain of God.

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Found of God.

Soberngrad Sessions

17. Februar 2014

Meine Seminarwoche in Soberngrad, Pfalz, zum Thema SECURITY aus Sicht von Herrn Schneider aus Cottbus. Herzlichen Dank!

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Wahrheit im Verhör

7. Februar 2014

Mitten im ehemaligen Ost-Berlin wird sich die Performerin Linda Löbel – geboren und aufgewachsen in der DDR – für die Dauer von drei Tagen und Nächten in einem abgegrenzten Raum im Theaterdiscounter aufhalten. Ständig wiederholt sich dieselbe Situation: eine Vernehmung, zwei Personen in einem Raum – die Performerin und der bzw. die einzelne Zuschauer_in.

truth-and-dareTotalitäre Systeme sammeln private Informationen ihrer Bürger. Das Ziel: Völlige Transparenz. Oft geschieht das Preisgeben von Privatem heute aber zugleich in einem Akt völliger Freiwilligkeit. Das Private ist durch die Veröffentlichungsangebote der Informationsindustrie radikal transparent geworden. Die aktuelle NSA-Affäre hat die Brisanz beider Entwicklungen in den medialen Vordergrund gerückt.

truth-and-dare-performanceTRUTH AND DARE lädt Sie ein, aus der Rolle als Zuschauer herauszutreten und zum handelnden Akteur zu werden. Sie bestimmen das Thema der Vernehmung: Was sind die Fragen, die Sie in Anbetracht aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen tatsächlich beschäftigen? Sie haben dreißig Minuten Zeit, die Performerin zu deren privater Lebensrealität zu befragen. Ihre Notizen zu den Antworten, Ihre Beobachtungen, Ihre Einschätzung werden nach Beendigung des Gesprächs gesammelt – so wird Ihr persönlicher Blick auf die Performerin zum Teil einer totalen Beobachterperspektive. Den Abschluss der Performance bildet eine Lesung am letzten Tag: Linda Löbel wird nach dem dreitägigen Vernehmungsprozess die gesammelten Notizen verlesen. Performerin und Publikum werden gleichzeitig Zeugen einer kollektiven Wahrheit.

Eine Geschichtsschreibung unbekannter Biografien normaler Leute. Mit überraschenden An- und Einsichten, Abgründen und Auseinandersetzungen. Am Ende hielten dann nur die Nerven der seit Tagen in Verhöre involvierten Performerin Linda Löbel nicht. Die ertragreichen Aussagen aus den Verhören wurden teils unverständlich, teils unmotiviert vorgetragen, der unvorbereitete Zuschauer hatte Mühe, den Fragestellungen zu folgen und durch den biografischen Dschungel der Verhörten zu finden.

Im Theaterdiscounter.

Aasgeier der Verfickung

29. Januar 2014

mongoflipperDie Farce beginnt in Mongosprache. Was sich dann entspinnt, ist ein weitgehend ironisches und doch ernstzunehmendes Spiel im Spiel über einen sympathischen Behinderten namens Bernd, der den behinderten Pascal spielen soll und sich während der Proben als rachsüchtiger, rassistischer Nazi entpuppt, dennoch aber bis in den Schluss hinein Sympathieträger bleibt.

mongoflipper_mariakron„Aasgeier der Verfickung!“, empört sich Bernd, das behinderte Germanenkind, und tränkt seine Wut am Runenquell arischer Germanie. Die Sehnsucht nach Normalität geriert Größenwahn. Den anderen Darsteller-Darstellern wird’s allmählich zu bunt; einer in Naziuniform schmeißt entnervt die Brocken hin: „Ich fick dich kaputt und spritz dir ins Gesicht!“, wirft er dem Regisseur an den Kopf und geht.

Mongoflipper von MARIAKRON: Dank Verena Unbehaun in der Rolle des „anders begabten“ Bernd alias Pascal und einiger Lachsalven ein in mancherlei Hinsicht starkes Stück. Text und Regie: Cornelius Schwalm. Zu sehen im Theaterdiscounter.

Drei Freunde

8. Januar 2014

Patrick: „Was is?“
Jamal: „Meine Tasche is voll schwer!“
Ümit: „Da is Big Mama drin.“
Patrick: „Wer?“
Ümit: „Big Mama. Kennst du Big Mama? Die is voll dick.“
Jamal: „Ich muss hier raus.“
Patrick: „Bis morgen, Alter, wasch dich!“
Ümit: „Morgen um acht. Tschö!“
Jamal: „Ja, ciao – grüß Tschaschi!“

Drei Drittklässler auf dem Weg nach Hause.

Berlin, 2014

Princess meets das hohe H

20. Dezember 2013

29. Soirée musicale

20.12.2013, 19 Uhr
Park-Klinik Sophie Charlotte
am Schloss Charlottenburg, Berlin

u. a.

Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche
Jesus Christ Superstar
Silver Bells

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Eintritt frei!

East Princess Superstar

14. Dezember 2013

Weihnachtskonzert der Musikschule Fanny Hensel,
u. a. mit Ausschnitten aus Jesus Christ Superstar.

Sonntag, 15.12.2013, 17 Uhr.
Himmelfahrtkirche am Volkspark Humboldthain, Berlin.
Eintritt: 4, erm. 2 Euro.

In der Rolle des Jesus: East Princess.

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Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen einen angenehmen Konzertabend!

www.ekhu.de

weihnachtskonzert